Kulturgeschichte als Globalgeschichte: Perspektiven der Forschung

Kulturgeschichte als Globalgeschichte: Perspektiven der Forschung

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Kolloquium von Prof. Dr. Ulinka Rublack

Die Globalgeschichte hat seit den 1970er-Jahren stark an Bedeutung gewonnen – wie Jürgen Osterhammel und Stefanie Gänger kürzlich formulierten, war die Globalgeschichte in den 1980er und 90er Jahren ein Versprechen, während sie heute eine ganze Bibliothek ausfüllt. Diese Tagung zielt darauf ab, einen weiteren Band hinzuzufügen, um das Fachgebiet zu reflektieren und weiterzuentwickeln, indem sie sich auf die entscheidende Bewertung kulturhistorischer Ansätze zur Globalgeschichte konzentriert. Wirtschaftliche Dimensionen, wie in der Debatte um die „Great Divergence“, haben bisher oft die Diskussionen über globalhistorischen Wandel dominiert. Doch die Frage, wie kulturelle Praktiken und Ideen Unterschiede und Gemeinsamkeiten hervorbrachten, ist ebenso bedeutsam. Einer der vorherrschenden Topoi der Modernisierung ist, dass sie weltweit zu einer größeren Homogenität kultureller Ausdrucksformen geführt habe. Doch ist dies tatsächlich der Fall, und wie werden Konzepte von Homogenität und Heterogenität in der Geschichtsschreibung konstruiert? Was verstehen die wichtigsten Darstellungen der Globalgeschichte unter „Kultur“, und was hängt von der Entscheidung ab, den Fokus auf UNESCO-Welterbestätten als Bausteine vergangener Kulturen zu legen, oder auf Kunstformen wie die Oper, auf Wissen und Sammelpraktiken, oder auf alltägliche Sinneswahrnehmungen, Körperkulturen oder Dingkulturen, die Gesellschaften reproduzieren? Wie ist es Historiker*innen der globalen Kultur gelungen, dem Vorwurf des „Konnektivismus“ zu entgehen? Welche Diskussionen über Vergleichbarkeit und Kausalität waren am fruchtbarsten? Lassen sich menschliche Praktiken und Erfahrungen am besten durch „globale Mikrogeschichten“ erfassen?

Die Konferenz und der daraus resultierende Sammelband werden prägnante Diskussionen zu diesen Fragen bieten, geführt von führenden Fachleuten auf diesem Gebiet. Darüber hinaus werden sie darüber reflektieren, welche Disziplinen und Methoden an Relevanz gewinnen, um Kulturgeschichte als Weltgeschichte zu betreiben.

Programm

Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach bestätigter Anmeldung möglich. Der Zugang zum Haus ist nicht barrierefrei.

Die Veranstaltungen werden mit Foto und Video dokumentiert. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der Aufzeichnung und deren Nutzung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Historischen Kollegs einverstanden.

 

Datum und Uhrzeit

10.06.2026 | 14:00 bis
12.06.2026 | 15:00
 

Anmeldeschluss

31.05.2026
 

Veranstaltungsart

Kolloquium