Aktuelles

Kolloquiumsband über Kultur in der Sowjetunion erschienen

Welche Rolle spielten Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion? Wie stark bestimmte das kommunistische Regime das Kulturleben und welche Freiräume hatten die Kulturschaffenden in der UdSSR? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der neu erschienene Sammelband von Igor Narskij. In 15 Beiträgen setzen sich Osteuropahistorikerinnen und -historiker sowie Musikwissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler mit der Hochkultur in der Sowjetunion auseinander. Die alltäglichen Tätigkeiten und Prozesse stehen dabei im Fokus des Interesses. Thematisiert werden die Auswirkungen der historischen Umbrüche auf die Kultur, die Kulturpolitik und die Kulturideale in der Sowjetunion, Aspekte des Kulturtransfers, der Kulturvermittlung und der Rezeption von Kultur sowie die Rolle des Jazz als Alternativkultur.

Das Buch geht auf die Tagung zurück, die Igor Narskij im Rahmen seines Fritz Thyssen Senior Fellowships 2014/2015 am Historischen Kolleg abgehalten hat. Fast zeitgleich mit dem Kolloquiumsband ist zudem sein unter anderem am Historischen Kolleg entstandenes Opus Magnum auf Russisch erschienen, dessen Titel lautet übersetzt: "Wie die Partei das Volk zu tanzen lehrte, die Ballettmeister ihr dabei halfen, und was daraus geworden ist. Eine Kulturgeschichte der sowjetischen Amateurtanzkunst".

"Hochkultur für das Volk? Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion aus kulturgeschichtlicher Perspektive" ist als Band 97 der Reihe "Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien" im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.

Igor Narskij (Hg.): Hochkultur für das Volk? Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion aus kulturgeschichtlicher Perspektive. Berlin/Boston 2018, XX, 315 S., ISBN 978-3-11-055649-0, 79,95 €

Der Kolloquiumsband von Igor Narskij ist erschienen
Der Kolloquiumsband von Igor Narskij ist erschienen

Forschungspreisträgerin Hélène Miard-Delacroix zu Gast am Historischen Kolleg

Im März und April sowie im September 2018 forscht Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix am Historischen Kolleg. Die französische Deutschlandhistorikerin von der Pariser Sorbonne war im vergangenen November mit dem Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg geehrt worden. Ihr dreimonatiger Gastaufenthalt in München ist Bestandteil dieser Auszeichnung. Während dieser Zeit kann sich die Neuzeithistorikerin in der Kaulbach-Villa ihren Forschungen widmen. Vom 14. bis zum 16. März 2018 veranstaltet sie zusammen mit Professor Dr. Andreas Wirsching ein internationales Kolloquium zum Thema: "Internationale Beziehungen und 'emotional regimes'. Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges".

Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix, Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, ist 2018 für drei Monate Gast im Historischen Kolleg
Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix, Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, ist 2018 für drei Monate Gast im Historischen Kolleg

Stellenausschreibung: Sekretär/-in gesucht

Das Historische Kolleg in München besetzt zum 1. April 2018 das Sekretariat (30 Wochenstunden TV-L E 6) neu.

Die Sekretariatsaufgaben sind eigenverantwortlich, vielfältig und abwechslungsreich. Sie haben den ersten Kontakt zu unseren Gastwissenschaftlern, Besuchern und Anrufern. Zu Ihren Aufgaben gehören zudem die Organisation und selbstständige Abwicklung allgemeiner Sekretariatsarbeiten (insbes. Korrespondenz, Einladungsversand, Adressdatenbank- und Büromaterialverwaltung) sowie die Rechnungsstellung zu Gast- und Kooperationsveranstaltungen. Darüber hinaus unterstützen Sie die Fellows sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Historischen Kollegs. Zudem übernehmen Sie gelegentlich und nach Absprache eigenverantwortlich die Betreuung von Veranstaltungen (ein Zeitausgleich wird selbstverständlich gewährt).

Wir erwarten von Ihnen:

  • sicheres, freundliches Auftreten in einem internationalen wissenschaftlichen Umfeld
  • einen sicheren Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • ein hohes Maß an Engagement und Selbstständigkeit
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • gute Englischkenntnisse, schriftlich wie mündlich
  • gute EDV-Kenntnisse (v. a. MS-Office)


Das Kolleg in der Kaulbachstraße zwischen Bayerischer Staatsbibliothek (U-Bahn Universität) und Englischem Garten bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland, die im Haus wohnen und arbeiten, die Möglichkeit, hier ganzjährig zu forschen. Außerdem finden regelmäßig wissenschaftliche Veranstaltungen im Hause statt.

Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet. Es besteht die Option auf Entfristung.
Bewerbungsschluss ist der 12. März 2018.

Bewerbungen bitte an:

Geschäftsführer des Historischen Kolleg
Dr. Karl-Ulrich Gelberg
Kaulbachstr. 15
80539 München
karl-ulrich.gelberg@historischeskolleg.de

Junior Fellow Johannes Wienand zum Professor in Braunschweig berufen

Dr. Johannes Wienand tritt am 1. April 2018 die Professur für Alte Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig an. Derzeit schließt er als Junior Fellow in der Münchner Kaulbach-Villa seine Habilitation zum Thema "Die Politisierung des Todes: Gefallenenbestattung und Epitaphios Logos im demokratischen Athen" ab. Das Historische Kolleg gratuliert Johannes Wienand, der aufgrund der Berufung sein Kollegjahr vorzeitig beenden wird, herzlich zur Ernennung an der TU Braunschweig!

Die vorerst letzte Gelegenheit, den frisch berufenen Professor und sein Forschungsthema in München kennenzulernen, besteht am 23. April 2018 um 19:00 Uhr. An diesem Abend wird Wienand im Historischen Kolleg (Kaulbachstraße 15) über "Die Gefallenenbestattung im demokratischen Athen: Der soldatische Tod als historisches Problem" sprechen. Einlass ist ab 18:30 Uhr, der Eintritt ist – wie immer – frei.

Junior Fellow Dr. Johannes Wienand wurde zum Professor in Braunschweig berufen
Junior Fellow Dr. Johannes Wienand wurde zum Professor in Braunschweig berufen

Anette Schlimm präsentiert ihr Forschungsprojekt in einem Aufsatz im Archiv für Sozialgeschichte

Anette Schlimm, derzeit Junior Fellow am Historischen Kolleg, stellt im aktuellen Band des Archivs für Sozialgeschichte (AfS, Jg. 57, 2017, S. 235–257) erste Erkenntnisse aus ihrem Forschungsprojekt "Übergangsgesellschaften. Politik und Regierung im ländlichen Raum, 1850 bis 1950" vor. In dem Aufsatz mit dem Titel "Formwandel der Politik" geht sie der Frage nach Transformationen des Regierens im ländlichen Raum zwischen der Gründung des Kaiserreichs und dem Ende der Weimarer Republik nach. Das Thema ist Teil ihres Habilitationsprojektes an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Rahmen eines Jahresstipendiums ist Anette Schlimm seit Oktober 2017 Fellow am Historischen Kolleg.

Einblicke in ihre Forschungen und die Möglichkeit zur Diskussion ihrer Thesen bietet ihr öffentlicher Vortrag am Montag, 14. Mai, um 19 Uhr in der Kaulbach-Villa. An diesem Abend wird Anette Schlimm zum Thema "Ländliche Kontaktzonen. Akteure und Konflikte des Übergangs im ländlichen Raum (ca. 1850–1950)" referieren. Hierzu ergeht herzliche Einladung.

Anette Schlimm ist derzeit Junior Fellow am Historischen Kolleg. Sie forscht zu Politik und Regierung im ländlichen Raum (1850-1950)
Anette Schlimm ist derzeit Junior Fellow am Historischen Kolleg. Sie forscht zu Politik und Regierung im ländlichen Raum (1850-1950)

Vorträge der Fellows des Historischen Kollegs bei ARD-alpha gesendet

Der Bildungskanal ARD-alpha hat erneut Vorträge aus dem Historischen Kolleg in der Reihe "alpha-Campus Auditorium" gesendet. Unter dem Titel "Seeversicherung im Europa des Spätmittelalters" wurde Professor Dr. Benjamin Schellers Referat über Risikoabwägung und kaufmännische Praxis im 15./16. Jahrhundert ausgestrahlt. Mit dem "überforderten" Frieden von 1919 sowie den mit ihm verbundenen Erwartungen an eine neue Weltordnung beschäftigte sich der gesendete Vortrag von Professor Dr. Jörn Leonhard. Beide Fellows hatten ihre Vorträge im vergangenen Kollegjahr 2016/2017 in öffentlichen Abendveranstaltungen am Historischen Kolleg gehalten.

Des Weiteren strahlte ARD-alpha das Podiumsgespräch zwischen dem Direktor des Deutschen Historischen Instituts Rom Professor Dr. Martin Baumeister und dem Schriftsteller Christoph Poschenrieder aus. In dieser Kooperationsveranstaltung mit der Max Weber Stiftung, die ebenfalls in den Räumen des Historischen Kollegs stattgefunden hatte, ging es um Poschenrieders Roman "Das Sandkorn", der im Rom des 19. Jahrhunderts spielt. Die drei Sendungen können in der Mediathek von ARD-alpha abgerufen werden.

Das Historische Kolleg arbeitet seit mehreren Jahren mit ARD-alpha zusammen. Zudem besteht eine Kooperation mit dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung L.I.S.A. – dort veröffentlicht das Kolleg Videos von interessanten Veranstaltungen.

Aufzeichnung des Vortrags von Professor Dr. Jörn Leonhard durch ARD-alpha im Historischen Kolleg
Aufzeichnung des Vortrags von Professor Dr. Jörn Leonhard durch ARD-alpha im Historischen Kolleg

Stipendien für das Kollegjahr 2019/2020 ausgeschrieben

Das Historische Kolleg vergibt für das 40. Kollegjahr (1. Oktober 2019–30. September 2020) bis zu 6 ganzjährige Senior und Junior Fellowships.

Um Senior Fellowships können sich etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller historischen Fächer bewerben, die an Universitäten oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen beschäftigt und durch herausragende Forschungsleistungen ausgewiesen sind. Die Senior Fellowships dienen dem Abschluss einer großen wissenschaftlichen Monografie.

Die Junior Fellowships richten sich an Post-Doktorandinnen und -Doktoranden aller historischen Fächer. Sie dienen dem Abschluss der Habilitationsschrift.

Das Historische Kolleg in München ist ein Institute for Advanced Study der historisch orientierten Wissenschaften. Es gewährt Gelehrten durch Stipendien den Freiraum, konzentriert ein Buchprojekt abzuschließen. Seinen Sitz hat das Historische Kolleg in der zwischen Bayerischer Staatsbibliothek und Englischem Garten gelegenen Kaulbach-Villa. Dort können sich die Fellows – befreit von universitärer Lehre und Verwaltungsaufgaben – ganz auf ihr wissenschaftliches Vorhaben konzentrieren. Hierbei werden sie vom Personal des Kollegs unterstützt. Während des Aufenthalts am Historischen Kolleg besteht Residenzpflicht in München.

Die Auswahl der Fellows nimmt das Kuratorium des Historischen Kollegs vor; zusätzlich werden externe Gutachten eingeholt. Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2018. Alle Bewerbungen werden vertraulich behandelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nähere Informationen zur Ausschreibung für das Kollegjahr 2019/2020

Neben den ganzjährigen Stipendien bietet das Historische Kolleg für kürzere Forschungsaufenthalte Honorary Fellowships an. Nähere Informationen zum Honorary Fellowship finden sich hier (deutsch/englisch).

Bewerbungen sind postalisch oder per E-Mail an den Geschäftsführer des Historischen Kollegs, Dr. Karl-Ulrich Gelberg, zu richten.

Kontakt:

Dr. Karl-Ulrich Gelberg
Kaulbachstr. 15
80539 München
Tel. +49 (0)89 2866 3860
karl-ulrich.gelberg@historischeskolleg.de

Für 2019/2020 sind am Historischen Kolleg bis zu sechs Senior und Junior Fellowships ausgeschrieben
Für 2019/2020 sind am Historischen Kolleg bis zu sechs Senior und Junior Fellowships ausgeschrieben

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