Professor Dr. Gideon Botsch
Honorary Fellow im Kollegjahr 2026/2027Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 1997 Diplom, 2003 Promotion am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft. 1999–2003 Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung. 2004–2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin, anschließend Dozent am Touro College Berlin. Seit 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ) und Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam. 2014 Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam, 2018 außerplanmäßiger Professor ebenda. Seit 2017 Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am MMZ.
E-Mail: gideon.botsch@historischeskolleg.deGefördertes Forschungsvorhaben
Amokläufe gegen die Wirklichkeit? Rechtsextreme als Akteure von Geschichtspolitik
Die geplante Studie untersucht geschichtspolitische Interventionen rechtsextremer Akteure der Bundesrepublik von den späten 1960ern bis in die frühen 1990er. Sie fragt danach, welche Akteure, Aktionsformen und Methoden sowie Themensetzungen sich im Zeitverlauf identifizieren lassen. Zentrale Quellengrundlage sind die Bestände des IfZ-Hausarchivs, ergänzt um stichprobenartige Recherchen in weiteren Überlieferungen. Damit soll die These von der Herausbildung einer „historisch-fiktionalen Gegenerzählung“ des Rechtsextremismus am empirischen Material überprüft werden.
Prof. Dr. Gideon Botsch