Bismarck als Machtpolitiker und Krisenmanager – Bemerkungen zu einem vieldiskutierten und doch aktuellen Thema

Bismarck als Machtpolitiker und Krisenmanager – Bemerkungen zu einem vieldiskutierten und doch aktuellen Thema

Bismarck als Machtpolitiker und Krisenmanager – Bemerkungen zu einem vieldiskutierten und doch aktuellen Thema

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Vortrag von Prof. Dr. Holger Afflerbach

Über Bismarck als Macht- und Realpolitiker ist bereits sehr viel geschrieben worden. Weshalb  ist es trotzdem sinnvoll, auf das Thema zurückzukommen? Die Geschichte ist die stete Wiederkehr ähnlicher Probleme, und wir werden heute mit Fragen konfrontiert, die wir für überwunden hielten. Wir leben, so Friedrich Merz, in Zeiten, „die wieder einmal offen von Macht und vor allem von Großmachtpolitik geprägt sind.“

Otto von Bismarck war eine problematische Figur, aber ein versierter Machtpolitiker. Der Vortrag soll zur Diskussion über die Machtfrage in den zwischenstaatlichen Beziehungen einladen. Wie ging Bismarck, als „Halbhegemon“ Europas, mit der Machtfrage um? Argumentierte er mit Thukydides, demzufolge  es „der natürlichen Ordnung der Dinge entspricht, dass die Starken die Schwachen beherrschen“? Oder betrieb er eine deutlich komplexere Politik des „Management and Control“, um mit dem amerikanischen Historiker Paul Schroeder zu sprechen? Hatte er klare Prinzipien und Präferenzen oder war er ein Opportunist und Populist, der fallweise entschied? Der Vortrag wird den Zeitraum vom Berliner Kongress 1878 bis zu Bismarcks Entlassung 1890 behandeln.

Einlass ist ab 18.30 Uhr bis maximal zum Veranstaltungsbeginn. Die Zahl der Sitzplätze ist begrenzt. Der Zugang zum Haus ist nicht barrierefrei.

Die Veranstaltungen werden mit Foto und Video dokumentiert. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der Aufzeichnung und deren Nutzung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Historischen Kollegs einverstanden.

 

Date And Time

22.06.2026 | 19:00
 

Veranstaltungsart

Vortrag