Die Hüter der Begriffe. Politische Sprachen des Konservativen in Großbritannien und der Bundesrepublik

Buchpräsentation

Donnerstag, 9. November 2017, 19:00 Uhr

Was meint "konservativ"? Nicht erst heute treibt diese Frage Intellektuelle, Politiker und Parteien um. Als in den 1960er und 1970er Jahren in Großbritannien und der Bundesrepublik die Konservativen ihre sprachliche Deutungshoheit an die Linke verloren glaubten – und selbst "konservativ" nicht mehr das zu bezeichnen schien, was es bezeichnen sollte –, wurden die politischen Sprachen des Konservativen neu formuliert. In Großbritannien führte die Debatte zu erbitterten Flügelkämpfen in der Conservative Party, aus denen die "Thatcherites" als Gewinner hervorgingen. In Deutschland kristallisierten sich eine liberale und eine neurechte Variante des Begriffs heraus. Für die Unionsparteien wurde dies zu einer enormen Herausforderung. Martina Steber arbeitet in ihrer Studie erstmals heraus, welche weitreichenden Folgen diese Auseinandersetzungen um die Begriffe hatten und wie stark sie unsere Gegenwart prägen.

Martina Steber, Die Hüter der Begriffe. Politische Sprachen des Konservativen in Großbritannien und der Bundesrepublik, 1945–1980 (Veröffentlichungen des DHI London 78), Boston/Berlin 2018, ca. 450 S.

Mit der Autorin PD Dr. Martina Steber (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin) u. a.; Moderation: Professor Dr. Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin)

Programm

Veranstaltungsort:
Historisches Kolleg, Kaulbachstr. 15, 80539 München

Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Die Veranstaltung wird mit Foto und Video dokumentiert. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der Aufzeichnung und deren Nutzung einverstanden.

Kooperationsveranstaltung mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, dem Deutschen Historischen Institut London und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg