Publikationen

Neuerscheinungen

Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Bd. 107

Michael Solberg (Hg.)
Körper-Bilder in der Frühen Neuzeit. Kunst-, medizin- und mediengeschichtliche Perspektiven. Berlin/Boston 2021, XIII, 354 S.
ISBN 978-3-11-073184-2
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Zahlreiche Abbildungen von gesunden und kranken, von wohlgestalteten und missgebildeten menschlichen Körpern sind aus der Frühen Neuzeit überliefert. Kunst-, medizin- und kulturgeschichtliche Perspektiven in einem dezidiert interdisziplinär angelegten Unterfangen verknüpfend, bietet dieses Buch faszinierende Einblicke in zeitgenössische Formen und Strategien der Visualisierung des Körpers im zeitlichen Wandel. Das Themenspektrum, das die Autorinnen und Autoren in ihren Beiträgen abhandeln, ist breit. Es reicht von anatomischen Tafeln und dem Vergleich von westlichen und chinesischen anatomischen Illustrationen über medizinische und künstlerische Darstellungen von Pest und Syphilis bis hin zu Bildern von Kastraten, Hinkenden, Buckligen, „siamesischen Zwillingen“ und anderen abnormen Körpern. Zahlreiche farbige Abbildungen – von denen etliche hier erstmals veröffentlicht werden – lassen die Lektüre zugleich zu einem eindrucksvollen visuellen Erlebnis werden.

 

Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Bd. 106

Monica Rüthers (Hg.)
Gute Erinnerungen an schlechte Zeiten?. Wie nach 1945 und nach 1989 rückblickend über glückliche Momente in Diktaturen gesprochen wurde. Berlin/Boston 2021, XII, 255 S.
ISBN 978-3-11-073076-0
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Dem Wissen um den amoralischen Charakter der nationalsozialistischen und kommunistischen Herrschaft stand nach 1945/1989 das Bedürfnis der Menschen gegenüber, sich auch an die schönen Momente im eigenen Leben während der Diktatur zu erinnern. Daraus ergab sich ein moralisches Dilemma: Wie konnte die problematische Vergangenheit in die eigene Lebenserzählung integriert werden? Möglich war das vor allem in "Erzählgemeinschaften" der Zeitzeugen, aber auch in nonverbalen Formen des Erinnerns – etwa durch das Einrichten privater Museen und Sammlungen obsolet gewordener Alltagsgegenstände, entlang derer sich wiederum Narrative herausbildeten. Der Band geht der Frage nach den wechselnden Rahmenbedingungen des positiven Erzählens über Diktaturen des 20. Jahrhunderts nach. Hierbei werden West- und Ostdeutschland, die ehemalige Sowjetunion und die Tschechoslowakei in den Blick genommen.

 

Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Bd. 105

Marian Füssel (Hg.)
Der Siebenjährige Krieg 1756–1763. Mikro- und Makroperspektiven. Berlin/Boston 2021, VII, 275 S.,
ISBN 978-3-11-070964-3
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Der Siebenjährige Krieg (1756–1763) war ein globaler Konflikt mit Schauplätzen in Europa, Afrika, Amerika und Südasien. Ein Szenario, das nicht nur die Frage nach Formen globaler Verflechtungen aufwirft, sondern zu einer grundsätzlichen Reflexion über das Verhältnis von Mikro- und Makrogeschichten frühmoderner Kriege Anlass bietet. Wie verhielten sich Gewalt und Leid vor Ort zu den geopolitischen Strategien der europäischen Monarchien? Ausgewiesene, internationale Expertinnen und Experten widmen sich dem großen Krieg aus der Nähe aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit neuen Forschungsansätzen. Die Beiträge des Bandes handeln u. a. von diplomatischem Kalkül und weltweiten Kommunikationsnetzwerken, von der Praxis militärischer Gewalt in Belagerungen, von der Finanzierung und Zählung von Streitkräften oder den Erfahrungen von Okkupationen vor Ort. Besondere Aufmerksamkeit gilt der bislang weniger gewürdigten Verwicklung des spanischen Imperiums in den Konflikt.

Sämtliche Publikationen des Historischen Kollegs und Opera Magna seiner Fellows

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