Publikationen

Neuerscheinungen

Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Bd. 106

Monica Rüthers (Hg.)
Gute Erinnerungen an schlechte Zeiten?. Wie nach 1945 und nach 1989 rückblickend über glückliche Momente in Diktaturen gesprochen wurde. Berlin/Boston 2021, XII, 255 S.
ISBN 978-3-11-073076-0
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Dem Wissen um den amoralischen Charakter der nationalsozialistischen und kommunistischen Herrschaft stand nach 1945/1989 das Bedürfnis der Menschen gegenüber, sich auch an die schönen Momente im eigenen Leben während der Diktatur zu erinnern. Daraus ergab sich ein moralisches Dilemma: Wie konnte die problematische Vergangenheit in die eigene Lebenserzählung integriert werden? Möglich war das vor allem in "Erzählgemeinschaften" der Zeitzeugen, aber auch in nonverbalen Formen des Erinnerns – etwa durch das Einrichten privater Museen und Sammlungen obsolet gewordener Alltagsgegenstände, entlang derer sich wiederum Narrative herausbildeten. Der Band geht der Frage nach den wechselnden Rahmenbedingungen des positiven Erzählens über Diktaturen des 20. Jahrhunderts nach. Hierbei werden West- und Ostdeutschland, die ehemalige Sowjetunion und die Tschechoslowakei in den Blick genommen.

Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Bd. 105

Marian Füssel (Hg.)
Der Siebenjährige Krieg 1756–1763. Mikro- und Makroperspektiven. Berlin/Boston 2021, VII, 275 S.,
ISBN 978-3-11-070964-3
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Der Siebenjährige Krieg (1756–1763) war ein globaler Konflikt mit Schauplätzen in Europa, Afrika, Amerika und Südasien. Ein Szenario, das nicht nur die Frage nach Formen globaler Verflechtungen aufwirft, sondern zu einer grundsätzlichen Reflexion über das Verhältnis von Mikro- und Makrogeschichten frühmoderner Kriege Anlass bietet. Wie verhielten sich Gewalt und Leid vor Ort zu den geopolitischen Strategien der europäischen Monarchien? Ausgewiesene, internationale Expertinnen und Experten widmen sich dem großen Krieg aus der Nähe aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit neuen Forschungsansätzen. Die Beiträge des Bandes handeln u. a. von diplomatischem Kalkül und weltweiten Kommunikationsnetzwerken, von der Praxis militärischer Gewalt in Belagerungen, von der Finanzierung und Zählung von Streitkräften oder den Erfahrungen von Okkupationen vor Ort. Besondere Aufmerksamkeit gilt der bislang weniger gewürdigten Verwicklung des spanischen Imperiums in den Konflikt.

Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Bd. 103

Hubertus Jahn (Hg.)
Identities and Representations in Georgia from the 19th Century to the Present. Berlin/Boston 2021, XII, 194 S.
ISBN 978-3-11-065927-6
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This interdisciplinary volume explores various identities and their expressions in Georgia from the early 19th century to the present. It focuses on memory culture, the politics of history, and the relations between imperial and national traditions. It also addresses political, social, cultural, personal, religious, and gender identities. Individual contributions address the imperial scenarios of Russia’s tsars visiting the Caucasus, Georgian political romanticism, specific aspects of the feminist movement and of pedagogical reform projects before 1917. Others discuss the personality cult of Stalin, the role of the museum built for the Soviet dictator in his hometown Gori, and Georgian nationalism in the uprising of 1956. Essays about the Abkhaz independence movement, the political role of national saints, post-Soviet identity crises, atheist sub-cultures, and current perceptions of citizenship take the volume into the contemporary period.

Sämtliche Publikationen des Historischen Kollegs und Opera Magna seiner Fellows

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