Professor Dr. Johannes Heil

Senior Fellow 2021/2022

Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Theologie in Frankfurt a. M., ferner der Judaistik. Habilitation 2003 an der TU Berlin. Seit 2005 Ignatz-Bubis-Professor für Geschichte, Religion und Kultur des europäischen Judentums an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, 2008–2019 deren Rektor. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den jüdisch-christlichen Beziehungen, zuletzt besonders auf der jüdischen Geschichte am Übergang von der Antike zum Mittelalter. Johannes Heil ist Fellow der Fritz Thyssen Stiftung.
Kontakt: johannes.heil@historischeskolleg.de


Gefördertes Forschungsvorhaben

Das Corpus jüdisch-lateinischer Texte des frühen Mittelalters und die vorrabbinische Kultur des westmediterranen Judentums

Das Projekt widmet sich einer Leerstelle jüdischer Geschichte und unternimmt den Versuch, jenseits der Bibel Überreste der jüdischen Textkultur des Westens bis zur Übernahme des rabbinischen Judentums (um 800) zu identifizieren. Es handelt sich dabei um Texte unterschiedlicher Gattungen in lateinischer Sprache wie etwa Pseudo-Philos „Liber Antiquitatum Biblicarum“ oder Texte des Pseudo-Hieronymus. Sie sind – soweit erhalten – in kirchlicher Überlieferung zu fassen, weil der Abschluss des Sprachenwandels im Hohen Mittelalter eine Überlieferung auf jüdischer Seite unterband.


Vortrag

Babylon, Berlin, Bialystok und Boston. Diasporatypen im diachronen Blick

Aufgrund der Corona-Pandemie ist derzeit noch nicht absehbar, ob und in welcher Form diese Veranstaltung stattfinden kann, nähere Informationen erhalten Sie zeitnah über den Newsletter und die Homepage des Historischen Kollegs. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Kolloquium
Sprache – Religion – Grenzen. Spätantike und Frühmittelalter. Verläufe und Vergleiche
19.–21.05.2022