Aktuelles


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Kuratorium des Historischen Kollegs wählt Hartmut Leppin zum neuen Vorsitzenden

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat Professor Dr. Hartmut Leppin zu seinem neuen Vorsitzenden gewäht. Der 1963 in Helmstedt geborene Althistoriker gehört dem Gremium seit 2016 an. Er ist seit 2001 Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Für seine Forschungen wurde Leppin 2015 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises ausgezeichnet. Hartmut Leppin tritt die Nachfolge von Professor Dr. Martin Schulze Wessel an, der dem Kuratorium des Historischen Kollegs seit 2017 vorstand und nach zehn Jahren satzungsgemäß als Mitglied aus dem Gremium ausgeschieden ist.

Der neue Vorsitzende des Kuratoriums des Historischen Kollegs, Professor Dr. Hartmut Leppin

Kollegjahr 2020/2021 eröffnet: Historisches Kolleg begrüßt neue Fellows

Zum neuen Kollegjahr freut sich das Historische Kolleg, neue Fellows in der Münchner Kaulbach-Villa begrüßen zu dürfen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden die Zeit bis September 2021 im Historischen Kolleg nutzen, um sich in Ruhe ihren Forschungsprojekten zu widmen:

  • Dr. Philipp Lenhard beschäftigt sich mit dem Thema "Wahlverwandtschaften – Eine jüdische Kulturgeschichte der Freundschaft im 20. Jahrhundert". Er kommt von der LMU München ans Historische Kolleg und hat das Fellowship der Gerda Henkel Stiftung inne.

  • Professor Dr. Bernhard Rieger forscht über "Making Society Work Again. Workfare in Transatlantic Context Since the Sixties". Er ist Professor für europäische Geschichte an der Universität Leiden. Bernhard Rieger wurde das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin beim Historischen Kolleg zugesprochen.

  • Dr. Susanne Schregel arbeitet über "Un/Doing Differences. Eine Geschichte der Intelligenz (Deutschland, Großbritannien, ca. 1880–1990)". Sie kommt von der Universität zu Köln. Ihr Fellowship in der Kaulbach-Villa tragen das Historische Seminar der LMU und der Freundeskreis des Historischen Kollegs.

  • Professor Dr. Petra Sijpesteijn widmet sich in ihrem Projekt dem Thema "Righting Wrongs: Justice and Redress in the Early Islamic Empire". Sie ist Professorin für arabische Sprache und Kultur an der Universität Leiden. Ihr Stipendium finanziert die Ippen Stiftung.

  • Professor Dr. Claudia Zey erforscht "Stellvertretung im Mittelalter – Konzeption und Funktionalität repräsentativer Herrschaft". Sie ist Professorin für Allgemeine Geschichte des Mittelalters an der Universität Zürich und als Stipendiatin der Fritz Thyssen Stiftung am Historischen Kolleg.

 

Die Fellows des Kollegjahres 2020/2021 (v.l.n.r.): Professor Dr. Bernhard Rieger, Dr. Susanne Schregel, Professor Dr. Claudia Zey, Dr. Philipp Lenhard und Professor Dr. Petra Sijpesteijn

 

Zudem sind seit Anfang Oktober folgende Honorary Fellows zu Gast im Historischen Kolleg:

  • Der Frühneuzeithistoriker Professor Dr. Marian Füssel von der Universität Göttingen schreibt in der Kaulbach-Villa an einer "Einführung in die Wissensgeschichte".

  • Und der Zeithistoriker Professor Dr. Daniel Siemens von der Newcastle University (Großbritannien) arbeitet in München an einem Projekt zu dem Thema "Behind the 'Weltbühne': The Political and Intellectual Life of Hermann Budzislawski (1901–1978)".


Nähere Informationen zu den Fellows und ihren Forschungsprojekten finden Sie im Newsletter des Historischen Kollegs sowie in unserer Broschüre zum Kollegjahr 2020/2021.

Internationaler Forschungspreis für polnischen Historiker Włodzimierz Borodziej

Der Internationale Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg geht an den polnischen Historiker Włodzimierz Borodziej, der sich in seiner Forschung schwerpunktmäßig mit der Geschichte Polens, Deutschlands und Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert beschäftigt. "Włodzimierz Borodziej ist ein hoch angesehener Forscher, der als solcher, aber auch als Wissenschaftsorganisator aufs Engste mit Deutschland verbunden ist", begründet Hans van Ess, Vorsitzender des Auswahlausschusses und Präsident der Max Weber Stiftung, die Juryentscheidung. "Er setzt sich seit Jahrzehnten erfolgreich dafür ein, zwischen den geisteswissenschaftlichen Wissenschaftskulturen zu vermitteln und die Geschichte des jeweils anderen Landes auch einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen. Włodzimierz Borodziej trägt damit erheblich dazu bei, die belastenden Erfahrungen der deutsch-polnischen Geschichte verständlich, konstruktiv und sachlich aufzuarbeiten.

Włodzimierz Borodziej wurde 1956 in Warschau geboren und wuchs zweisprachig auf. Seine Dissertation schloss er 1984 an der Universität Warschau mit einem Thema über die deutsche Besatzungspolitik in Polen im Zweiten Weltkrieg ab. 1991 habilitierte er sich mit einer Arbeit über die internationalen Beziehungen Polens zwischen 1945 und 1947. Seit 1996 ist Borodziej Professor am Historischen Institut der Universität Warschau. Darüber hinaus hatte er zehn Jahre lang den Co-Vorsitz der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission inne. Mit dem Imre Kertész Kolleg Jena, das er von 2010 bis 2016 zusammen mit Joachim von Puttkamer leitete, förderte er die internationalen Forschungsbeziehungen. Zu seinen umfangreichen Publikationen gehören neben der "Geschichte Polens im 20. Jahrhundert" (2010), die er explizit für eine deutsche Leserschaft schrieb, auch die zusammen mit Maciej Górny verfasste Geschichte des Ersten Weltkriegs im östlichen Europa (deutsche Übersetzung 2018). Borodziej publiziert regelmäßig zu zeithistorischen und geschichtspolitischen Fragen in der deutschen sowie der polnischen Presse. Er setzt sich damit aktiv für ein historisch-fundiertes Verständnis der deutsch-polnischen Beziehungen ein.

Mit dem Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg werden herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet, die sich in vorbildlicher Weise um international ausgerichtete, geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Forschung verdient gemacht haben. Der Internationale Forschungspreis ist mit 30.000 Euro dotiert. Mit dem Preis verbunden ist die Einladung zu einem Forschungsaufenthalt in München einschließlich der Durchführung eines internationalen Kolloquiums am Historischen Kolleg. Bisherige Preisträger waren die US-amerikanische Historikerin Isabel V. Hull, der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman und die französische Historikerin und Politikwissenschaftlerin Hélène Miard-Delacroix.

Professor Dr. Włodzimierz Borodziej erhält 2020 den Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg

PD Dr. Christian Jaser für Habilitationsschrift geehrt

Die Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften hat am 1. April 2020 über den "Preis der Humboldt-Universität für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mittelalterlichen Geschichte, gestiftet von Michael und Claudia Borgolte" entschieden.

Nach einer deutschlandweiten Ausschreibung und auf Empfehlung einer internationalen Jury erkennt sie den Preis für das Jahr 2020 Herrn Privatdozenten Dr. Christian Jaser (Humboldt-Universität zu Berlin) zu für seine Habilitationsschrift "Palio und Scharlach. Städtische Sportkulturen des 15. und frühen 16. Jahrhunderts am Beispiel italienischer und oberdeutscher Pferderennen".

Der Preis, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Er soll dem Preisträger am 26.10.2020 überreicht werden.

Christian Jaser war 2017/2018 Junior Fellow am Historischen Kolleg in München, wo er sein nun ausgezeichnetes Werk abschloss.

PD Dr. Christian Jaser wird für seine unter anderem am Historischen Kolleg entstandene Habilitation geehrt

Doppeljahresbericht 2017/2018 und 2018/2019 erschienen

Der Bericht über die Kollegjahre 2017/2018 und 2018/2019 ist erschienen. Auf 36 Seiten werden darin die Fellows und deren Forschungsprojekte sowie die zahlreichen Veranstaltungen präsentiert. Neben weiteren Informationen zu Berufungen, Auszeichnungen, Publikationen, der Finanzierung, personellen Veränderungen und Kooperationen des Kollegs enthält die Publikation ein Interview mit dem Junior Fellow des Kollegjahres 2018/2019 Heinrich Hartmann. Er berichtet darin von seinen Forschungen zu Modernisierungsdiskursen in der Türkei und erklärt, wie wichtig für ihn das Jahr in München war. Der reich bebilderte Jahresbericht steht – wie alle Berichte seit 2002 – auf der Homepage des Historischen Kollegs zum kostenlosen Download zur Verfügung. Auf Wunsch werden auch Druckexemplare versandt.

Der Bericht zu den Kollegjahren 2017/2018 und 2018/2019 ist erschienen

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