Aktuelles

Todd Weir offiziell an der Universität Groningen eingeführt

Mit einer feierlichen Inaugural-Vorlesung ist Todd Weir offiziell an der Universität Groningen als Professor eingeführt worden. Weir, der 2012 Honorary Fellow am Historischen Kolleg war, lehrt an der theologisch-religionswissenschaftlichen Fakultät der niederländischen Hochschule seit September 2016 Geschichte des Christentums und der modernen Kulturen. Er ist Direktor des dortigen "Centre for Religion and Heritage". In seiner Antrittsvorlesung beschäftigte sich Weir mit dem Thema "What might a joint history of Christianity and secularism look like? The case of worldview". Seine unter anderem am Historischen Kolleg entstandene Monografie "Secularism and Religion in Nineteenth-Century Germany. The Rise of the Fourth Confession" (New York 2014)  wurde 2017 mit dem Jacques Barzun Preis ausgezeichnet.

Professor Dr. Todd Weir wurde mit einer Inaugural-Vorlesung offiziell an der Universität Groningen eingeführt

Korinna Schönhärl mit Sonderpreis des Programms "Geisteswissenschaften International" geehrt

Korinna Schönhärl erhält für ihre am Historischen Kolleg abgeschlossene Habilitationsschrift "Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert" den Sonderpreis des Programms "Geisteswissenschaften International". Die Geehrte war 2016/2017 Junior Fellow in der Kaulbach-Villa. Ihre Studie erschien 2017 in der Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: "Wie stark ökonomische Entscheidungen auf Phantasien und Emotionen, auf riskantem Ehrgeiz und nicht immer sonderlich vernünftigen Hoffnungen beruhen: Das zeigt dieses packend und anschaulich erzählte Buch. Als wegweisende historische Habilitationsschrift verwandelt es wirtschaftshistorische Fragestellungen in einen originellen Beitrag zur europäischen Geschichte des Risikos".

Die Fritz Thyssen Stiftung, die VG Wort, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und das Auswärtige Amt fördern mit dem Programm "Geisteswissenschaften International" die Übersetzung geistes- und sozialwissenschaftlicher Werke. Gefördert wird in diesem Fall die Finanzierung einer englischen Übersetzung, die 2020 beim Londoner Verlag Routledge erscheinen wird.

Korinna Schönhärl war - unterbrochen vom Aufenthalt am Historischen Kolleg - von April 2009 bis Februar 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte der Universität Duisburg-Essen. Seit März 2018 ist sie Leiterin des Heisenberg-Projekts "Internationale Kulturgeschichte der Steuermoral" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Wintersemester 2018/2019 war sie im Rahmen des Minerve-Programms Gastprofessorin an der Universität Lyon 2.

Korinna Schönhärl, Junior Fellow des Kollegjahres 2016/2017, erhält den Sonderpreis des Programms "Geisteswissenschaften International"

Magnus Ressel erhält Max-Weber-Nachwuchspreis

Magnus Ressel, Förderstipendiat des Historischen Kollegs im Jahr 2015/2016, wurde mit dem Max-Weber-Preis für Nachwuchsforschung ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine unter anderem in der Kaulbach-Villa entstandene Habilitation zum Thema "Ein privilegiertes Händlernetz an der Lagune: Die 'Nazione Alemana' in Venedig und der deutsch-italienische Handel von 1648-1806". Das Max-Weber-Kolleg und die Universität Erfurt ehren mit der Auszeichnung herausragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, die sich interdisziplinär mit kultur- und sozialwissenschaftlichen Themen beziehungsweise mit Fragen aus dem Bereich der Soziologie, Geschichtswissenschaft, Religionswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Rechtswissenschaft, Philosophie oder Theologie beschäftigt haben. Der von der Sparkassenstiftung Erfurt geförderte Preis in Höhe von 1.500 Euro besteht entweder in einem Druckkostenzuschuss oder in einem einmonatigen Aufenthalt am Erfurter Max-Weber-Kolleg.

Magnus Ressel wurde für seine Habilitation mit dem Max-Weber-Nachwuchspreis ausgezeichnet

Fellowships für das Kollegjahr 2020/2021 ausgeschrieben

Für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021 (41. Kollegjahr) vergibt das Historische Kolleg insgesamt bis zu sechs ganzjährige Senior und Junior Fellowships. Die Fellows können sich – befreit von universitären Lehr- und Verwaltungsaufgaben – während des Kollegjahres in einem Arbeitszimmer in der Kaulbach-Villa ganz auf ihr wissenschaftliches Vorhaben konzentrieren. Hierbei werden sie vom Personal sowie den studentischen Hilfskräften des Kollegs unterstützt. Jeder Fellow präsentiert während des Kollegjahres bei einem öffentlichen Vortrag in der Kaulbach-Villa sein Thema.

Während des Aufenthalts am Historischen Kolleg besteht Residenzpflicht in München. Die Geschäftsstelle des Kollegs ist bei der Wohnungssuche behilflich. Zuschüsse zu den Umzugs- und Mietkosten werden gewährt.

Neben den ganzjährigen Senior und Junior Fellowships vergibt das Historische Kolleg zudem für kürzere Zeiträume mehrere Honorary Fellowships.

Senior Fellowships

Die Senior Fellowships richten sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller historischen Fächer, die an Universitäten oder  außeruniversitären Forschungseinrichtungen tätig und durch herausragende Forschungsleistungen ausgewiesen sind. Sie dienen zum Abschluss einer großen wissenschaftlichen Monografie. Die Senior Fellows können während des Kollegjahres ein fachwissenschaftliches Kolloquium zu ihrem Forschungsthema durchführen. Die Ergebnisse der Tagung werden – unter redaktioneller Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Historischen Kollegs – in der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ publiziert. Von deutschen Senior Fellows wird erwartet, dass sie von ihrer Universität oder Forschungseinrichtung für das Kollegjahr unter Fortzahlung der Bezüge beurlaubt werden. Das Kolleg übernimmt für sie Vertretungskosten. Derzeit stellen die Fritz Thyssen Stiftung, der Freistaat Bayern und das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin Mittel für die Dotierung des Senior Fellowships zur Verfügung. Das Senior Fellowship des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) beim Historischen Kolleg wird epochenspezifisch für Forschungen zum „langen 20. Jahrhundert“ vergeben.

Junior Fellowships

Die Junior Fellowships richten sich an Post-Doktorandinnen und -Doktoranden aller historischen Fächer. Sie dienen dem Abschluss der Habilitationsschrift. Die Vergütung dieser Stipendien orientiert sich an der W 2-Besoldung. Derzeit dotieren unter anderem die Gerda Henkel Stiftung, das Deutsche Stiftungszentrum (DSZ), das Historische Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität und der Freundeskreis des Historischen Kollegs die Junior Fellowships.

Honorary Fellowships

Die Honorary Fellowships richten sich an Gelehrte aus dem In- und Ausland. Sie dienen dem konzentrierten Schreiben an einem wissenschaftlichen Werk sowie der Archiv- und Bibliotheksrecherche in München. Honorary Fellows können für den Zeitraum von maximal sechs Monaten kostenlos im Historischen Kolleg wohnen und arbeiten. Eine Vergütung wird nicht gewährt.

Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2019. Alle Bewerbungen werden vertraulich behandelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bewerbungen sind postalisch oder per E-Mail an den Geschäftsführer des Historischen Kollegs, Dr. Karl-Ulrich Gelberg, Kaulbachstraße 15, 80539 München, karl-ulrich.gelberg@historischeskolleg.de zu richten.

Nähere Informationen zu den verschiedenen Förderformaten und den Vergaberichtlinien finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.

Plakat zur Ausschreibung für das Kollegjahr 2020/2021

Kolloquiumsband über Medizin und öffentliche Gesundheit erschienen

Über staatlich verordnete Public-Health-Maßnahmen wird in Politik und Wissenschaft gegenwärtig ebenso diskutiert wie über den Umgang mit Gesundheits-Apps und anderen Formen der (Selbst-)Kontrolle und Optimierung. Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Herausforderungen behandelt der neue Band der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ unter anderem Fragen der Public-Health-Ethik. Mit dem Blick in die Vergangenheit wird darüber hinaus erörtert, welche Motive für die Förderung von Gesundheit existierten, welche Muster der Kontrolle von Krankheiten in den Städten und bei Epidemien vorherrschend waren, wie der Vorsorgegedanke in modernen Gesellschaften gestaltet war und warum Männer als Adressaten der Gesundheitsförderung spät entdeckt wurden.

Der von Heinz-Peter Schmiedebach herausgegebene Sammelband enthält zwölf Aufsätze von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu den Themen „Öffentliche Gesundheit“ und „Gesundheitsaufklärung“ in historischer Perspektive. Er geht auf eine Tagung zurück, die der Berliner Medizinhistoriker im November 2016 anlässlich der Verleihung des „Preises der Historischen Kollegs“ in der Münchner Kaulbach-Villa abgehalten hat.

„Medizin und öffentliche Gesundheit. Konzepte, Akteure, Perspektiven“ ist als Band 98 der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.

 

Heinz-Peter Schmiedebach (Hg.): Medizin und öffentliche Gesundheit. Konzepte, Akteure, Perspektiven. Berlin/Boston 2018, X, 245 S., ISBN 978-3-11-055980-4, 74,95 €

Band 98 in der Reihe "Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien" beschäftigt sich mit Medizin und öffentlicher Gesundheit

Fellows für das Kollegjahr 2019/2020 berufen

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat die Fellowships für das 40. Kollegjahr (1. Oktober 2019 bis 30. September 2020) vergeben.

Als Senior Fellows werden in der Kaulbach-Villa zu folgenden Themen arbeiten:

  • Professor Dr. Ute Schneider (Duisburg-Essen) über „Modellierung der Welt. Die Internationale Weltkarte (IWK) im Zeitalter der Territorialität (1890–1970)“; Frau Schneider erhält das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte beim Historischen Kolleg,
  •  Professor Dr. Dorothea Weltecke (Frankfurt am Main) über „Die drei Ringe: Religiöse Komplexität und die Entstehung der Religionen (8. bis 15. Jahrhundert)“; Frau Weltecke ist Stipendiatin der C.H.Beck Stiftung,
  •  Professor Dr. Martin Zimmermann (LMU München) über „‚Lost cities‘ – Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in antiken Kulturen“; Herr Zimmermann ist Stipendiat der Fritz Thyssen Stiftung.

Folgende Junior Fellows bereiten 2019/2020 am Historischen Kolleg den Abschluss ihrer Habilitation zu diesen Themen vor:

  • Dr. Pascal Firges (Paris) über „Noble Mistresses: The Culture of Marriage and Extramarital Relationships in French Court Society“; Herr Firges ist Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung,
  • Dr. Fabian Krämer (LMU München) über „Before the Two Cultures. How the Sciences and the Humanities Grew Apart“; Herr Krämer ist Stipendiat des Freundeskreises des Historischen Kollegs,
  • Juniorprofessor Dr. Patrick Merziger (Leipzig) über „‚Großmacht‘ der Menschlichkeit. Humanitäre Hilfe der Bundesrepublik Deutschland 1951–1994“; Herr Merziger ist Stipendiat des Historischen Seminars der LMU und des Freundeskreises des Historischen Kollegs.

Mit den neuen Fellows sind seit der Gründung des Historischen Kollegs im Jahr 1980 insgesamt 158 Stipendiatinnen und Stipendiaten in den Genuss eines einjährigen Stipendiums gelangt.

Beginn des Kollegjahrs 2018/2019: Fünf neue Fellows forschen in den kommenden zwölf Monaten im Historischen Kolleg

Das Historische Kolleg freut sich zum neuen Kollegjahr, zwei Senior Fellows und drei Junior Fellows in der Münchner Kaulbach-Villa begrüßen zu dürfen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden die Zeit bis September 2019 am Historischen Kolleg nutzen, um sich in Ruhe ihren Projekten zu widmen:

  • Dr. Heinrich Hartmann beschäftigt sich mit der "Konstruktion der Moderne im anatolischen Dorf. Modernisierungsdiskurse und Praktiken von ‘Rural Development‘ in der Türkei, 1947 bis 1980". Er ist Assistent an der Universität Basel.

  • Dr. Mathias Kluge forscht über "Verschuldete Könige: Geld, Politik und die Kammer des Reiches im 15. Jahrhundert". Er ist Akademischer Rat auf Zeit an der Universität Augsburg. Sein Stipendium wird durch das Historische Seminar der LMU und den Freundeskreis des Historischen Kollegs finanziert.

  • Dr. Ariane Leendertz untersucht "Gesellschaftliche Komplexität, globale Interdependenzen und den Wandel von Staatlichkeit im späten 20. Jahrhundert". Sie ist Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Ihr Stipendium wird von der Gerda Henkel Stiftung getragen.

  • Professor Dr. Gabriele Lingelbach widmet sich in ihrem Projekt dem Thema "Deutschland in der Welt – die Welt in Deutschland. Eine Globalgeschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert". Sie ist Inhaberin der Professur für Geschichte der Neuzeit an der Universität Kiel. Gabriele Lingelbach hat das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte beim Historischen Kolleg inne.

  • Professor Dr. Dr. Michael Stolberg arbeitet über "Gelehrte Ärzte im 16. Jahrhundert. Die Welt des Georg Handsch (1529–1578)". Er leitet das Institut für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg. Michael Stolberg ist Fellow der Fritz Thyssen Stiftung.

In den kommenden Monaten werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Forschungsvorhaben in einem Vortrag am Historischen Kolleg dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit präsentieren. Die Senior Fellows führen zudem internationale Tagungen durch. Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen und weitere Angaben zu den Fellows unter: www.historischeskolleg.de.

Die Fellows des Historischen Kollegs 2018/2019 (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dr. Michael Stolberg, Dr. Mathias Kluge, Prof. Dr. Gabriele Lingelbach, Dr. Heinrich Hartmann mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (nicht im Bild: Dr. Ariane Leendertz)

Preis des Historischen Kollegs 2019 ausgeschrieben

Der "Preis des Historischen Kollegs", der als der deutsche Historikerpreis gilt, wird im Jahr 2019 zum dreizehnten Mal verliehen. Mit dem Preis zeichnet das Historische Kolleg das wissenschaftliche Gesamtschaffen einer Historikerin oder eines Historikers aus. Grundlage für die Auszeichnung ist ein herausragendes Werk, "das wissenschaftliches Neuland erschließt, über die Fachgrenzen hinaus wirkt, in deutscher Sprache erschienen und in seiner sprachlichen Gestaltung vorbildhaft ist". Der Preis ist mit 30.000 € dotiert. Die Mittel für die Dotierung des Preises stellt bereits zum vierten Mal in Folge die Alfred und Cläre Pott-Stiftung (Essen) zur Verfügung.

Für die Auszeichnung kommen Historikerinnen und Historiker aus dem In- und Ausland in Betracht. Vorschlagsberechtigt sind alle Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die ein historisches Fach vertreten, außerdem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in vergleichbarer Stellung in außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie freie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Publizistinnen und Publizisten, die anerkannte historische Werke veröffentlicht haben. Es wird gebeten, diese Vorschläge bis zum 31. Dezember 2018 beim Historischen Kolleg einzureichen (Dr. Karl-Ulrich Gelberg [Geschäftsführer], Kaulbachstraße 15, 80539 München oder karl-ulrich.gelberg@historischeskolleg.de).

Der Preis des Historischen Kollegs wird von einer Auswahlkommission verliehen, die aus den Mitgliedern des Kuratoriums des Kollegs sowie drei weiteren ausgewiesenen Persönlichkeiten besteht. Eine Entscheidung fällt das Gremium Anfang Juli 2019. Die Preisverleihung in München in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ist für Freitag, 8. November 2019, vorgesehen.

Der Preis des Historischen Kollegs, der seit 1983 alle drei Jahre vergeben wird, wurde bisher an Alfred Heuß, Arno Borst, Reinhart Koselleck, Thomas Nipperdey, Johannes Fried, Jan Assmann, Wolfgang Reinhard, Michael Mitterauer, Gerhard A. Ritter, Christopher Clark, Barbara Stollberg-Rilinger und zuletzt 2016 an Karl Schlögel verliehen.

München, im September 2018

Professor Dr. Martin Schulze Wessel
Vorsitzender des Kuratoriums des Historischen Kollegs

Der Preis des Historischen Kollegs 2019 ist ausgeschrieben

Jahresbericht 2016/2017 des Historischen Kollegs erschienen

Der Bericht über das Kollegjahr 2016/2017 ist erschienen. Auf 28 Seiten werden darin die zahlreichen Veranstaltungen sowie die Fellows und deren Forschungsprojekte präsentiert. Neben weiteren Informationen zu Berufungen, Auszeichnungen, Publikationen, der Finanzierung, personellen Veränderungen und Kooperationen des Kollegs enthält die Publikation ein Interview mit einem der aktuellen Stipendiaten: Der Göttinger Neuzeit-Historiker Professor Dr. Marian Füssel erläutert sein Projekt zum Siebenjährigen Krieg, erklärt, warum er sich am Historischen Kolleg beworben hat, und skizziert seine weiteren Forschungsinteressen. Der reich bebilderte Jahresbericht steht – wie alle Berichte seit 2002 – auf der Homepage des Historischen Kollegs zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Der Jahresbericht 2016/2017 des Historischen Kollegs ist erschienen

Historikerpreisträger Assmann erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Mit dem diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels werden der Historikerpreisträger von 1998, Jan Assmann, und seine Frau Aleida Assmann ausgezeichnet. Die Ehrung findet am 14. Oktober in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Jury würdigte das Werk der beiden als eines, das "für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung" sei. Die Literaturwissenschaftlerin Aleida und der Ägyptologe Jan Assmann haben maßgebliche Arbeiten zum kulturellen Gedächtnis sowie zu antiken Hochkulturen vorgelegt. Hierfür wurden sie in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preisen geehrt – unter anderem im vergangenen Jahr mit dem Balzan-Preis. Bereits 1998 war Jan Assmann für seine Arbeiten zum antiken Ägypten mit dem Preis des Historischen Kollegs, der als Deutscher Historikerpreis gilt, ausgezeichnet worden. In diesem Jahr erhalten Jan und Aleida Assmann den mit 25.000 Euro dotierten Friedenpreis des Deutschen Buchhandels, einer der renommiertesten deutschen Kulturpreise. Das Historische Kolleg gratuliert den Ausgezeichneten herzlich.

Historikerpreisträger Jan Assmann erhält (zusammen mit seiner Frau Aleida) den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018

Historikerpreisträger Karl Schlögel erhält Orden Pour le mérite

Karl Schlögel, Träger des Preises des Historischen Kollegs 2016, ist zum Mitglied des Ordens Pour le mérite gewählt worden. Damit wurde dem Osteuropahistoriker eine der höchsten Auszeichnungen der Bundesrepublik Deutschland für besondere Leistungen in Kunst und Wissenschaft zuteil. Schlögel ist einer von maximal 40 inländischen Ordensträgern – unter ihnen der Regisseur Wim Wenders, der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger, die Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard oder der Rechtshistoriker Michael Stolleis. Der Pour le mérite wird seit 1740 verliehen und ist heute ein vom Bundespräsident genehmigtes Ehrenzeichen, das 40 deutsche und 40 ausländische Forscher sowie Künstler auf Lebenszeit erhalten. Mit der Auszeichnung wird erneut die herausragende wissenschaftliche Leistung Karl Schlögels betont. 2016 erhielt der Viadrina-Emeritus für sein Werk „Traum und Terror. Moskau 1937“ (erschienen München 2008) den Preis des Historischen Kollegs. Im Kollegjahr 2005/2006 war Schlögel Forschungsstipendiat am Historischen Kolleg in München.

Karl Schlögel, Träger des Preises des Historischen Kollegs 2016, ist zum Mitglied des Ordens Pour le mérite gewählt worden.
Karl Schlögel, Träger des Preises des Historischen Kollegs 2016, ist zum Mitglied des Ordens Pour le mérite gewählt worden.

Kolloquiumsband über Kultur in der Sowjetunion erschienen

Welche Rolle spielten Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion? Wie stark bestimmte das kommunistische Regime das Kulturleben und welche Freiräume hatten die Kulturschaffenden in der UdSSR? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der neu erschienene Sammelband von Igor Narskij. In 15 Beiträgen setzen sich Osteuropahistorikerinnen und -historiker sowie Musikwissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler mit der Hochkultur in der Sowjetunion auseinander. Die alltäglichen Tätigkeiten und Prozesse stehen dabei im Fokus des Interesses. Thematisiert werden die Auswirkungen der historischen Umbrüche auf die Kultur, die Kulturpolitik und die Kulturideale in der Sowjetunion, Aspekte des Kulturtransfers, der Kulturvermittlung und der Rezeption von Kultur sowie die Rolle des Jazz als Alternativkultur.

Das Buch geht auf die Tagung zurück, die Igor Narskij im Rahmen seines Fritz Thyssen Senior Fellowships 2014/2015 am Historischen Kolleg abgehalten hat. Fast zeitgleich mit dem Kolloquiumsband ist zudem sein unter anderem am Historischen Kolleg entstandenes Opus Magnum auf Russisch erschienen, dessen Titel lautet übersetzt: "Wie die Partei das Volk zu tanzen lehrte, die Ballettmeister ihr dabei halfen, und was daraus geworden ist. Eine Kulturgeschichte der sowjetischen Amateurtanzkunst".

"Hochkultur für das Volk? Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion aus kulturgeschichtlicher Perspektive" ist als Band 97 der Reihe "Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien" im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.

Igor Narskij (Hg.): Hochkultur für das Volk? Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion aus kulturgeschichtlicher Perspektive. Berlin/Boston 2018, XX, 315 S., ISBN 978-3-11-055649-0, 79,95 €

Der Kolloquiumsband von Igor Narskij ist erschienen
Der Kolloquiumsband von Igor Narskij ist erschienen

Forschungspreisträgerin Hélène Miard-Delacroix zu Gast am Historischen Kolleg

Im März und April sowie im September 2018 forscht Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix am Historischen Kolleg. Die französische Deutschlandhistorikerin von der Pariser Sorbonne war im vergangenen November mit dem Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg geehrt worden. Ihr dreimonatiger Gastaufenthalt in München ist Bestandteil dieser Auszeichnung. Während dieser Zeit kann sich die Neuzeithistorikerin in der Kaulbach-Villa ihren Forschungen widmen. Vom 14. bis zum 16. März 2018 veranstaltet sie zusammen mit Professor Dr. Andreas Wirsching ein internationales Kolloquium zum Thema: "Internationale Beziehungen und 'emotional regimes'. Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges".

Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix, Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, ist 2018 für drei Monate Gast im Historischen Kolleg
Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix, Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, ist 2018 für drei Monate Gast im Historischen Kolleg

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