Aktuelles


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Neue Fellows für das Kollegjahr 2021/2022 berufen

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat die Fellowships für das 42. Kollegjahr 2021/2022 (Beginn 1. Oktober 2021) an folgende Personen vergeben:

  • Prof. Dr. Inga Mai Groote (Zürich) für eine "Wissensgeschichte der frühneuzeitlichen Musik"; Frau Groote ist Stipendiatin der Ippen Stiftung,

  • Prof. Dr. Johannes Heil (Heidelberg) für "Das Corpus jüdisch-lateinischer Texte des frühen Mittelalters und die vorrabinische Kultur des westmediterranen Judentums"; Herr Heil ist Stipendiat der Fritz Thyssen Stiftung,

  • Prof. Dr. Detlef Siegfried (Kopenhagen) für sein Projekt mit dem Thema "Post-nationale Subjekte? Dänemark-Wahrnehmungen im westdeutschen Alternativmilieu der 1960er und 1980er Jahre",

  • Dr. Marco Swiniartzki (Jena) für seine Studie "Glocal Metal. Vergemeinschaftung durch Metal-Musik im internationalen Vergleich und Transfer (1978–1994)"; Herr Swiniartzki ist Stipendiat des Historischen Seminars der LMU und des Freundeskreises des Historischen Kollegs.

  • Prof. Dr. Annette Weinke (Jena) für ihre Forschung "Auf der Suche nach einer neuen Weltordnung. Emigranten-Juristen, humanitäres Völkerrecht und Vorstellungen einer universellen Weltgemeinschaft im 20. Jahrhundert"; Frau Weinke ist Stipendiatin des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin beim Historischen Kolleg.

Dr. Hannes Ziegler (London), dem für seine Studie "'The Vigilant and the Negligent': British Coastal Administrations in the Eighteenth Century" ein Fellowship, finanziert von der Gerda Henkel Stiftung, zugesprochen wurde, tritt dieses nicht an, da die von ihm bei der DFG beantragte Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe bewilligt worden ist.

Mit dem neuen Jahrgang sind seit der Gründung des Historischen Kollegs im Jahr 1980 insgesamt 168 Fellows in den Genuss eines einjährigen Stipendiums gelangt.

Fellowships für das Kollegjahr 2022/2023 ausgeschrieben

Für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 (43. Kollegjahr) vergibt das Historische Kolleg insgesamt bis zu sechs ganzjährige Senior und Junior Fellowships. Die Fellows können sich – befreit von universitären Lehr- und Verwaltungsaufgaben – während des Kollegjahres in der Kaulbach-Villa ganz auf ihr wissenschaftliches Vorhaben konzentrieren. Hierbei werden sie vom Personal sowie den studentischen Hilfskräften des Kollegs unterstützt. Jeder Fellow präsentiert während des Kollegjahres bei einem öffentlichen Vortrag sein Thema. Während des Aufenthalts am Historischen Kolleg besteht Residenzpflicht in München. Die Geschäftsstelle des Kollegs ist bei der Wohnungssuche behilflich. Zuschüsse zu den Umzugs- und Mietkosten werden gewährt. Neben den ganzjährigen Senior und Junior Fellowships vergibt das Historische Kolleg zudem für kürzere Zeiträume mehrere Honorary Fellowships.

Senior Fellowships

Die Senior Fellowships richten sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller historisch-orientierten Fächer, die an Universitäten oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen tätig und durch herausragende Forschungsleistungen ausgewiesen sind. Sie dienen zum Abschluss einer großen wissenschaftlichen Monografie. Die Senior Fellows können während des Kollegjahres ein fachwissenschaftliches Kolloquium zu ihrem Forschungsthema durchführen. Die Ergebnisse der Tagung werden – unter redaktioneller Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Historischen Kollegs – in der Reihe "Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien" publiziert. Von deutschen Senior Fellows wird erwartet, dass sie von ihrer Universität oder Forschungseinrichtung für das Kollegjahr unter Fortzahlung der Bezüge beurlaubt werden. Das Kolleg übernimmt für sie die Vertretungskosten. Derzeit stellen die Fritz Thyssen Stiftung, die Ippen Stiftung, der Freistaat Bayern sowie das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin Mittel für die Dotierung des Senior Fellowships zur Verfügung. Das Senior Fellowship des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) beim Historischen Kolleg wird epochenspezifisch für Forschungen zum "langen 20. Jahrhundert" vergeben.

Junior Fellowships

Die Junior Fellowships richten sich an Post-Doktorandinnen und -Doktoranden aller historisch-orientierten Fächer. Sie dienen dem Abschluss der Habilitationsschrift. Die Vergütung dieser Stipendien orientiert sich an der W 2-Besoldung. Derzeit dotieren unter anderem die Gerda Henkel Stiftung, das Deutsche Stiftungszentrum (DSZ), das Historische Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität und der Freundeskreis des Historischen Kollegs die Junior Fellowships.

Honorary Fellowships

Die Honorary Fellowships richten sich an Gelehrte aus dem In- und Ausland. Sie dienen dem konzentrierten Schreiben an einem wissenschaftlichen Werk sowie der Archiv- und Bibliotheksrecherche in München. Honorary Fellows können für den Zeitraum von maximal sechs Monaten kostenlos im Historischen Kolleg wohnen und arbeiten. Eine Vergütung wird nicht gewährt.

 

Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2021. Alle Bewerbungen werden vertraulich behandelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bewerbungen sind postalisch oder per E-Mail an den Geschäftsführer des Historischen Kollegs, Dr. Karl-Ulrich Gelberg, Kaulbachstraße 15, 80539 München, karl-ulrich.gelberg@historischeskolleg.de zu richten.

Nähere Informationen zu den verschiedenen Förderformaten und den Vergaberichtlinien finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.

Kolloquiumsbände von Hans-Ulrich Wiemer, Hubertus Jahn sowie Hélène Miard-Delacroix und Andreas Wirsching erschienen

Drei neue Bände aus der Schriftenreihe des Historischen Kollegs sind nun erschienen: Sie präsentieren die Ergebnisse der Kolloquien, die Hans-Ulrich Wiemer, Hubertus Jahn sowie Hélène Miard-Delacroix gemeinsam mit Andreas Wirsching in München durchgeführt haben.

Der von Hans-Ulrich Wiemer (Fellow im Kollegjahr 2015/2016) herausgegebene Band beschäftigt sich mit Theoderich dem Großen und dem gotischen Königreich in Italien. Dieses an der Schwelle zwischen Altertum und Mittelalter stehende Imperium setzte einerseits die Traditionen römischer Staatlichkeit fort, andererseits beruhte es aber auf einem fragilen Kompromiss zwischen den einheimischen Eliten und einem Kriegerverband, der mit Theoderich nach Italien gekommen war und dort als militärische Funktionselite angesiedelt wurde. Dieser Kriegerverband wurde als ethnische Gruppe definiert; der König beanspruchte, über zwei Völker, Goten und Römer, zu herrschen, die in seinem Reich einträchtig, aber mit verschiedenen Aufgaben miteinander leben sollten. Der Sammelband enthält innovative Beiträge zu zentralen Aspekten dieser singulären Herrschaftsbildung. Die Autoren des Bandes, die aus unterschiedlichen Disziplinen kommen, fassen den aktuellen Forschungsstand zusammen und entwickeln neue Perspektiven.

Die Frage von Identität und Repräsentation in Georgien zwischen dem 19. Jahrhundert und der Gegenwart wird in dem von Hubertus Jahn (Fellow im Kollegjahr 2016/2017) herausgegebenen Sammelband behandelt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fächern analysieren darin unter anderem die Erinnerungskultur, die Geschichtspolitik und die nationalen Traditionen sowie die historischen wie gegenwärtigen Diskurse um politische, soziale, kulturelle, persönliche, religiöse und geschlechtsspezifische Identitäten in Georgien. Einzelne Beiträge behandeln etwa die Inszenierung der russischen Zaren, die politische Romantik, die Frauenbewegung sowie die pädagogischen Reformprojekte in Georgien. In anderen Aufsätzen stehen der Personenkult um Stalin, die Bedeutung des zu seinen Ehren in seiner Heimatstadt Gori errichteten Museums sowie der georgische Nationalismus nach dem Aufstand von 1956 im Mittelpunkt des Interesses.

Mit Emotionen und internationalen Beziehungen im Kalten Krieg thematisiert der von Hélène Miard-Delacroix (Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg 2017) und Andreas Wirsching herausgegebenene Kolloquiumsband ein neues Forschungsfeld. Ihm liegt die Einsicht zugrunde, dass Rationalität und Gefühlswelt keine Gegensätze sind. Emotionen fließen regelmäßig in die Wahrnehmungen des anderen ein. Dies gilt insbesondere für die Geschichte der internationalen Beziehungen, die dieser Band erstmals systematisch unter einer emotionsgeschichtlichen Perspektive in den Blick nimmt.

Hans-Ulrich Wiemer (Hg.):
Theoderich der Große und das gotische Königsreich in Italien (= Schriften des Historischen Kollegs, Kolloquien. Bd. 102). Berlin/Boston 2020, XI, 460 S., 94,95 €, ISBN 978-3-11-065820-0
Hubertus Jahn (Hg.): Identities and Representations in Georgia from the 19th Century to the Present (= Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien. Bd. 103). Berlin/Boston 2021, XII, 194 S., 69,95 €, ISBN 978-3-11-065927-6
Hélène Miard-Delacroix/Andreas Wirsching (Hg.): Emotionen und internationale Beziehungen im Kalten Krieg (= Schriften des Historischen Kollegs, Kolloquien. Bd. 104). Berlin/Boston 2020, XVI, 430 S., 79,95 €, ISBN 978-3-11-067954-0

Philipp Lenhard erhält Max Weber-Preis

Philipp Lenhard, wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Kultur der LMU München und derzeit Fellow des Historischen Kollegs, wird mit dem diesjährigen Max Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften geehrt. Er erhält die Auszeichnung für seine Dissertation "Von Blut und Geist. Die Entstehung moderner jüdischer Ethnizität in Frankreich und Deutschland, 1782–1848". Mit dem Preis prämiert die Akademie alljährlich besondere Leistungen in den Geisteswissenschaften. Die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung wird aus Mitteln der Stiftung zur Förderung der Wissenschaften in Bayern finanziert. Wie die Bayerische Akademie der Wissenschaften mitteilte, wird die feierliche Preisverleihung aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt im Dezember, sondern erst im Frühsommer 2021 stattfinden. Philipp Lenhard arbeitet aktuell am Historischen Kolleg an seiner Habilitation zum Thema "Wahlverwandtschaften – Eine jüdische Kulturgeschichte der Freundschaft im 20. Jahrhundert". Das Kolleg gratuliert seinem Fellow ganz herzlich zu der Auszeichnung.

Dr. Philipp Lenhard erhält den Max Weber-Preis 2020

Fellows am Historischen Kolleg stellen sich im Video vor

Aufgrund der Corona-Pandemie musste zu Beginn des Kollegjahres 2020/2021 der traditionelle Begrüßungsabend leider ausfallen, bei dem sich alle aktuellen Fellows der interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Aus diesem Grund hat das Historische Kolleg Kurzvideos produziert, in denen die Stipendiatinnen und Stipendiaten des neuen Kollegjahres ihr Forschungsprojekt anschaulich präsentieren. Die ersten Filme können nun auf der Homepage des Kollegs angeschaut werden. Philipp Lenhard berichtet darin über seine Untersuchungen zu einer jüdischen Kulturgeschichte der Freundschaft im 20. Jahrhundert und Petra Sijpesteijn erläutert ihre Studie zu Gerechtigkeit und Wiedergutmachung im frühislamischen Imperium. Weitere Videos folgen in den kommenden Wochen.

Dr. Philipp Lenhard
Prof. Dr. Petra Sijpesteijn


Kuratorium des Historischen Kollegs wählt Hartmut Leppin zum neuen Vorsitzenden

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat Professor Dr. Hartmut Leppin zu seinem neuen Vorsitzenden gewäht. Der 1963 in Helmstedt geborene Althistoriker gehört dem Gremium seit 2016 an. Er ist seit 2001 Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Für seine Forschungen wurde Leppin 2015 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises ausgezeichnet. Hartmut Leppin tritt die Nachfolge von Professor Dr. Martin Schulze Wessel an, der dem Kuratorium des Historischen Kollegs seit 2017 vorstand und nach zehn Jahren satzungsgemäß als Mitglied aus dem Gremium ausgeschieden ist.

Der neue Vorsitzende des Kuratoriums des Historischen Kollegs, Professor Dr. Hartmut Leppin

Kollegjahr 2020/2021 eröffnet: Historisches Kolleg begrüßt neue Fellows

Zum neuen Kollegjahr freut sich das Historische Kolleg, neue Fellows in der Münchner Kaulbach-Villa begrüßen zu dürfen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden die Zeit bis September 2021 im Historischen Kolleg nutzen, um sich in Ruhe ihren Forschungsprojekten zu widmen:

  • Dr. Philipp Lenhard beschäftigt sich mit dem Thema "Wahlverwandtschaften – Eine jüdische Kulturgeschichte der Freundschaft im 20. Jahrhundert". Er kommt von der LMU München ans Historische Kolleg und hat das Fellowship der Gerda Henkel Stiftung inne.

  • Professor Dr. Bernhard Rieger forscht über "Making Society Work Again. Workfare in Transatlantic Context Since the Sixties". Er ist Professor für europäische Geschichte an der Universität Leiden. Bernhard Rieger wurde das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin beim Historischen Kolleg zugesprochen.

  • Dr. Susanne Schregel arbeitet über "Un/Doing Differences. Eine Geschichte der Intelligenz (Deutschland, Großbritannien, ca. 1880–1990)". Sie kommt von der Universität zu Köln. Ihr Fellowship in der Kaulbach-Villa tragen das Historische Seminar der LMU und der Freundeskreis des Historischen Kollegs.

  • Professor Dr. Petra Sijpesteijn widmet sich in ihrem Projekt dem Thema "Righting Wrongs: Justice and Redress in the Early Islamic Empire". Sie ist Professorin für arabische Sprache und Kultur an der Universität Leiden. Ihr Stipendium finanziert die Ippen Stiftung.

  • Professor Dr. Claudia Zey erforscht "Stellvertretung im Mittelalter – Konzeption und Funktionalität repräsentativer Herrschaft". Sie ist Professorin für Allgemeine Geschichte des Mittelalters an der Universität Zürich und als Stipendiatin der Fritz Thyssen Stiftung am Historischen Kolleg.

 

Die Fellows des Kollegjahres 2020/2021 (v.l.n.r.): Professor Dr. Bernhard Rieger, Dr. Susanne Schregel, Professor Dr. Claudia Zey, Dr. Philipp Lenhard und Professor Dr. Petra Sijpesteijn

 

Zudem sind seit Anfang Oktober folgende Honorary Fellows zu Gast im Historischen Kolleg:

  • Der Frühneuzeithistoriker Professor Dr. Marian Füssel von der Universität Göttingen schreibt in der Kaulbach-Villa an einer "Einführung in die Wissensgeschichte".

  • Und der Zeithistoriker Professor Dr. Daniel Siemens von der Newcastle University (Großbritannien) arbeitet in München an einem Projekt zu dem Thema "Behind the 'Weltbühne': The Political and Intellectual Life of Hermann Budzislawski (1901–1978)".


Nähere Informationen zu den Fellows und ihren Forschungsprojekten finden Sie im Newsletter des Historischen Kollegs sowie in unserer Broschüre zum Kollegjahr 2020/2021.

Internationaler Forschungspreis für polnischen Historiker Włodzimierz Borodziej

Der Internationale Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg geht an den polnischen Historiker Włodzimierz Borodziej, der sich in seiner Forschung schwerpunktmäßig mit der Geschichte Polens, Deutschlands und Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert beschäftigt. "Włodzimierz Borodziej ist ein hoch angesehener Forscher, der als solcher, aber auch als Wissenschaftsorganisator aufs Engste mit Deutschland verbunden ist", begründet Hans van Ess, Vorsitzender des Auswahlausschusses und Präsident der Max Weber Stiftung, die Juryentscheidung. "Er setzt sich seit Jahrzehnten erfolgreich dafür ein, zwischen den geisteswissenschaftlichen Wissenschaftskulturen zu vermitteln und die Geschichte des jeweils anderen Landes auch einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen. Włodzimierz Borodziej trägt damit erheblich dazu bei, die belastenden Erfahrungen der deutsch-polnischen Geschichte verständlich, konstruktiv und sachlich aufzuarbeiten.

Włodzimierz Borodziej wurde 1956 in Warschau geboren und wuchs zweisprachig auf. Seine Dissertation schloss er 1984 an der Universität Warschau mit einem Thema über die deutsche Besatzungspolitik in Polen im Zweiten Weltkrieg ab. 1991 habilitierte er sich mit einer Arbeit über die internationalen Beziehungen Polens zwischen 1945 und 1947. Seit 1996 ist Borodziej Professor am Historischen Institut der Universität Warschau. Darüber hinaus hatte er zehn Jahre lang den Co-Vorsitz der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission inne. Mit dem Imre Kertész Kolleg Jena, das er von 2010 bis 2016 zusammen mit Joachim von Puttkamer leitete, förderte er die internationalen Forschungsbeziehungen. Zu seinen umfangreichen Publikationen gehören neben der "Geschichte Polens im 20. Jahrhundert" (2010), die er explizit für eine deutsche Leserschaft schrieb, auch die zusammen mit Maciej Górny verfasste Geschichte des Ersten Weltkriegs im östlichen Europa (deutsche Übersetzung 2018). Borodziej publiziert regelmäßig zu zeithistorischen und geschichtspolitischen Fragen in der deutschen sowie der polnischen Presse. Er setzt sich damit aktiv für ein historisch-fundiertes Verständnis der deutsch-polnischen Beziehungen ein.

Mit dem Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg werden herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet, die sich in vorbildlicher Weise um international ausgerichtete, geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Forschung verdient gemacht haben. Der Internationale Forschungspreis ist mit 30.000 Euro dotiert. Mit dem Preis verbunden ist die Einladung zu einem Forschungsaufenthalt in München einschließlich der Durchführung eines internationalen Kolloquiums am Historischen Kolleg. Bisherige Preisträger waren die US-amerikanische Historikerin Isabel V. Hull, der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman und die französische Historikerin und Politikwissenschaftlerin Hélène Miard-Delacroix.

Professor Dr. Włodzimierz Borodziej erhält 2020 den Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg

PD Dr. Christian Jaser für Habilitationsschrift geehrt

Die Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften hat am 1. April 2020 über den "Preis der Humboldt-Universität für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mittelalterlichen Geschichte, gestiftet von Michael und Claudia Borgolte" entschieden.

Nach einer deutschlandweiten Ausschreibung und auf Empfehlung einer internationalen Jury erkennt sie den Preis für das Jahr 2020 Herrn Privatdozenten Dr. Christian Jaser (Humboldt-Universität zu Berlin) zu für seine Habilitationsschrift "Palio und Scharlach. Städtische Sportkulturen des 15. und frühen 16. Jahrhunderts am Beispiel italienischer und oberdeutscher Pferderennen".

Der Preis, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Er soll dem Preisträger am 26.10.2020 überreicht werden.

Christian Jaser war 2017/2018 Junior Fellow am Historischen Kolleg in München, wo er sein nun ausgezeichnetes Werk abschloss.

PD Dr. Christian Jaser wird für seine unter anderem am Historischen Kolleg entstandene Habilitation geehrt

Doppeljahresbericht 2017/2018 und 2018/2019 erschienen

Der Bericht über die Kollegjahre 2017/2018 und 2018/2019 ist erschienen. Auf 36 Seiten werden darin die Fellows und deren Forschungsprojekte sowie die zahlreichen Veranstaltungen präsentiert. Neben weiteren Informationen zu Berufungen, Auszeichnungen, Publikationen, der Finanzierung, personellen Veränderungen und Kooperationen des Kollegs enthält die Publikation ein Interview mit dem Junior Fellow des Kollegjahres 2018/2019 Heinrich Hartmann. Er berichtet darin von seinen Forschungen zu Modernisierungsdiskursen in der Türkei und erklärt, wie wichtig für ihn das Jahr in München war. Der reich bebilderte Jahresbericht steht – wie alle Berichte seit 2002 – auf der Homepage des Historischen Kollegs zum kostenlosen Download zur Verfügung. Auf Wunsch werden auch Druckexemplare versandt.

Der Bericht zu den Kollegjahren 2017/2018 und 2018/2019 ist erschienen

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