Aktuelles

Beginn des Kollegjahrs 2018/2019: Fünf neue Fellows forschen in den kommenden zwölf Monaten im Historischen Kolleg

Das Historische Kolleg freut sich zum neuen Kollegjahr, zwei Senior Fellows und drei Junior Fellows in der Münchner Kaulbach-Villa begrüßen zu dürfen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden die Zeit bis September 2019 am Historischen Kolleg nutzen, um sich in Ruhe ihren Projekten zu widmen:

  • Dr. Heinrich Hartmann beschäftigt sich mit der "Konstruktion der Moderne im anatolischen Dorf. Modernisierungsdiskurse und Praktiken von ‘Rural Development‘ in der Türkei, 1947 bis 1980". Er ist Assistent an der Universität Basel.

  • Dr. Mathias Kluge forscht über "Verschuldete Könige: Geld, Politik und die Kammer des Reiches im 15. Jahrhundert". Er ist Akademischer Rat auf Zeit an der Universität Augsburg. Sein Stipendium wird durch das Historische Seminar der LMU und den Freundeskreis des Historischen Kollegs finanziert.

  • Dr. Ariane Leendertz untersucht "Gesellschaftliche Komplexität, globale Interdependenzen und den Wandel von Staatlichkeit im späten 20. Jahrhundert". Sie ist Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Ihr Stipendium wird von der Gerda Henkel Stiftung getragen.

  • Professor Dr. Gabriele Lingelbach widmet sich in ihrem Projekt dem Thema "Deutschland in der Welt – die Welt in Deutschland. Eine Globalgeschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert". Sie ist Inhaberin der Professur für Geschichte der Neuzeit an der Universität Kiel. Gabriele Lingelbach hat das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte beim Historischen Kolleg inne.

  • Professor Dr. Dr. Michael Stolberg arbeitet über "Gelehrte Ärzte im 16. Jahrhundert. Die Welt des Georg Handsch (1529–1578)". Er leitet das Institut für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg. Michael Stolberg ist Fellow der Fritz Thyssen Stiftung.

In den kommenden Monaten werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Forschungsvorhaben in einem Vortrag am Historischen Kolleg dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit präsentieren. Die Senior Fellows führen zudem internationale Tagungen durch. Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen und weitere Angaben zu den Fellows unter: www.historischeskolleg.de.

Die Fellows des Historischen Kollegs 2018/2019 (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dr. Michael Stolberg, Dr. Mathias Kluge, Prof. Dr. Gabriele Lingelbach, Dr. Heinrich Hartmann mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (nicht im Bild: Dr. Ariane Leendertz)

Preis des Historischen Kollegs 2019 ausgeschrieben

Der "Preis des Historischen Kollegs", der als der deutsche Historikerpreis gilt, wird im Jahr 2019 zum dreizehnten Mal verliehen. Mit dem Preis zeichnet das Historische Kolleg das wissenschaftliche Gesamtschaffen einer Historikerin oder eines Historikers aus. Grundlage für die Auszeichnung ist ein herausragendes Werk, "das wissenschaftliches Neuland erschließt, über die Fachgrenzen hinaus wirkt, in deutscher Sprache erschienen und in seiner sprachlichen Gestaltung vorbildhaft ist". Der Preis ist mit 30.000 € dotiert. Die Mittel für die Dotierung des Preises stellt bereits zum vierten Mal in Folge die Alfred und Cläre Pott-Stiftung (Essen) zur Verfügung.

Für die Auszeichnung kommen Historikerinnen und Historiker aus dem In- und Ausland in Betracht. Vorschlagsberechtigt sind alle Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die ein historisches Fach vertreten, außerdem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in vergleichbarer Stellung in außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie freie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Publizistinnen und Publizisten, die anerkannte historische Werke veröffentlicht haben. Es wird gebeten, diese Vorschläge bis zum 31. Dezember 2018 beim Historischen Kolleg einzureichen (Dr. Karl-Ulrich Gelberg [Geschäftsführer], Kaulbachstraße 15, 80539 München oder karl-ulrich.gelberg@historischeskolleg.de).

Der Preis des Historischen Kollegs wird von einer Auswahlkommission verliehen, die aus den Mitgliedern des Kuratoriums des Kollegs sowie drei weiteren ausgewiesenen Persönlichkeiten besteht. Eine Entscheidung fällt das Gremium Anfang Juli 2019. Die Preisverleihung in München in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ist für Freitag, 8. November 2019, vorgesehen.

Der Preis des Historischen Kollegs, der seit 1983 alle drei Jahre vergeben wird, wurde bisher an Alfred Heuß, Arno Borst, Reinhart Koselleck, Thomas Nipperdey, Johannes Fried, Jan Assmann, Wolfgang Reinhard, Michael Mitterauer, Gerhard A. Ritter, Christopher Clark, Barbara Stollberg-Rilinger und zuletzt 2016 an Karl Schlögel verliehen.

München, im September 2018

Professor Dr. Martin Schulze Wessel
Vorsitzender des Kuratoriums des Historischen Kollegs

Der Preis des Historischen Kollegs 2019 ist ausgeschrieben

Jahresbericht 2016/2017 des Historischen Kollegs erschienen

Der Bericht über das Kollegjahr 2016/2017 ist erschienen. Auf 28 Seiten werden darin die zahlreichen Veranstaltungen sowie die Fellows und deren Forschungsprojekte präsentiert. Neben weiteren Informationen zu Berufungen, Auszeichnungen, Publikationen, der Finanzierung, personellen Veränderungen und Kooperationen des Kollegs enthält die Publikation ein Interview mit einem der aktuellen Stipendiaten: Der Göttinger Neuzeit-Historiker Professor Dr. Marian Füssel erläutert sein Projekt zum Siebenjährigen Krieg, erklärt, warum er sich am Historischen Kolleg beworben hat, und skizziert seine weiteren Forschungsinteressen. Der reich bebilderte Jahresbericht steht – wie alle Berichte seit 2002 – auf der Homepage des Historischen Kollegs zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Der Jahresbericht 2016/2017 des Historischen Kollegs ist erschienen

Historikerpreisträger Assmann erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Mit dem diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels werden der Historikerpreisträger von 1998, Jan Assmann, und seine Frau Aleida Assmann ausgezeichnet. Die Ehrung findet am 14. Oktober in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Jury würdigte das Werk der beiden als eines, das "für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung" sei. Die Literaturwissenschaftlerin Aleida und der Ägyptologe Jan Assmann haben maßgebliche Arbeiten zum kulturellen Gedächtnis sowie zu antiken Hochkulturen vorgelegt. Hierfür wurden sie in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preisen geehrt – unter anderem im vergangenen Jahr mit dem Balzan-Preis. Bereits 1998 war Jan Assmann für seine Arbeiten zum antiken Ägypten mit dem Preis des Historischen Kollegs, der als Deutscher Historikerpreis gilt, ausgezeichnet worden. In diesem Jahr erhalten Jan und Aleida Assmann den mit 25.000 Euro dotierten Friedenpreis des Deutschen Buchhandels, einer der renommiertesten deutschen Kulturpreise. Das Historische Kolleg gratuliert den Ausgezeichneten herzlich.

Historikerpreisträger Jan Assmann erhält (zusammen mit seiner Frau Aleida) den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018

Historikerpreisträger Karl Schlögel erhält Orden Pour le mérite

Karl Schlögel, Träger des Preises des Historischen Kollegs 2016, ist zum Mitglied des Ordens Pour le mérite gewählt worden. Damit wurde dem Osteuropahistoriker eine der höchsten Auszeichnungen der Bundesrepublik Deutschland für besondere Leistungen in Kunst und Wissenschaft zuteil. Schlögel ist einer von maximal 40 inländischen Ordensträgern – unter ihnen der Regisseur Wim Wenders, der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger, die Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard oder der Rechtshistoriker Michael Stolleis. Der Pour le mérite wird seit 1740 verliehen und ist heute ein vom Bundespräsident genehmigtes Ehrenzeichen, das 40 deutsche und 40 ausländische Forscher sowie Künstler auf Lebenszeit erhalten. Mit der Auszeichnung wird erneut die herausragende wissenschaftliche Leistung Karl Schlögels betont. 2016 erhielt der Viadrina-Emeritus für sein Werk „Traum und Terror. Moskau 1937“ (erschienen München 2008) den Preis des Historischen Kollegs. Im Kollegjahr 2005/2006 war Schlögel Forschungsstipendiat am Historischen Kolleg in München.

Karl Schlögel, Träger des Preises des Historischen Kollegs 2016, ist zum Mitglied des Ordens Pour le mérite gewählt worden.
Karl Schlögel, Träger des Preises des Historischen Kollegs 2016, ist zum Mitglied des Ordens Pour le mérite gewählt worden.

Kolloquiumsband über Kultur in der Sowjetunion erschienen

Welche Rolle spielten Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion? Wie stark bestimmte das kommunistische Regime das Kulturleben und welche Freiräume hatten die Kulturschaffenden in der UdSSR? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der neu erschienene Sammelband von Igor Narskij. In 15 Beiträgen setzen sich Osteuropahistorikerinnen und -historiker sowie Musikwissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler mit der Hochkultur in der Sowjetunion auseinander. Die alltäglichen Tätigkeiten und Prozesse stehen dabei im Fokus des Interesses. Thematisiert werden die Auswirkungen der historischen Umbrüche auf die Kultur, die Kulturpolitik und die Kulturideale in der Sowjetunion, Aspekte des Kulturtransfers, der Kulturvermittlung und der Rezeption von Kultur sowie die Rolle des Jazz als Alternativkultur.

Das Buch geht auf die Tagung zurück, die Igor Narskij im Rahmen seines Fritz Thyssen Senior Fellowships 2014/2015 am Historischen Kolleg abgehalten hat. Fast zeitgleich mit dem Kolloquiumsband ist zudem sein unter anderem am Historischen Kolleg entstandenes Opus Magnum auf Russisch erschienen, dessen Titel lautet übersetzt: "Wie die Partei das Volk zu tanzen lehrte, die Ballettmeister ihr dabei halfen, und was daraus geworden ist. Eine Kulturgeschichte der sowjetischen Amateurtanzkunst".

"Hochkultur für das Volk? Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion aus kulturgeschichtlicher Perspektive" ist als Band 97 der Reihe "Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien" im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.

Igor Narskij (Hg.): Hochkultur für das Volk? Literatur, Kunst und Musik in der Sowjetunion aus kulturgeschichtlicher Perspektive. Berlin/Boston 2018, XX, 315 S., ISBN 978-3-11-055649-0, 79,95 €

Der Kolloquiumsband von Igor Narskij ist erschienen
Der Kolloquiumsband von Igor Narskij ist erschienen

Forschungspreisträgerin Hélène Miard-Delacroix zu Gast am Historischen Kolleg

Im März und April sowie im September 2018 forscht Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix am Historischen Kolleg. Die französische Deutschlandhistorikerin von der Pariser Sorbonne war im vergangenen November mit dem Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg geehrt worden. Ihr dreimonatiger Gastaufenthalt in München ist Bestandteil dieser Auszeichnung. Während dieser Zeit kann sich die Neuzeithistorikerin in der Kaulbach-Villa ihren Forschungen widmen. Vom 14. bis zum 16. März 2018 veranstaltet sie zusammen mit Professor Dr. Andreas Wirsching ein internationales Kolloquium zum Thema: "Internationale Beziehungen und 'emotional regimes'. Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges".

Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix, Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, ist 2018 für drei Monate Gast im Historischen Kolleg
Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix, Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, ist 2018 für drei Monate Gast im Historischen Kolleg

Stellenausschreibung: Sekretär/-in gesucht

Das Historische Kolleg in München besetzt zum 1. April 2018 das Sekretariat (30 Wochenstunden TV-L E 6) neu.

Die Sekretariatsaufgaben sind eigenverantwortlich, vielfältig und abwechslungsreich. Sie haben den ersten Kontakt zu unseren Gastwissenschaftlern, Besuchern und Anrufern. Zu Ihren Aufgaben gehören zudem die Organisation und selbstständige Abwicklung allgemeiner Sekretariatsarbeiten (insbes. Korrespondenz, Einladungsversand, Adressdatenbank- und Büromaterialverwaltung) sowie die Rechnungsstellung zu Gast- und Kooperationsveranstaltungen. Darüber hinaus unterstützen Sie die Fellows sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Historischen Kollegs. Zudem übernehmen Sie gelegentlich und nach Absprache eigenverantwortlich die Betreuung von Veranstaltungen (ein Zeitausgleich wird selbstverständlich gewährt).

Wir erwarten von Ihnen:

  • sicheres, freundliches Auftreten in einem internationalen wissenschaftlichen Umfeld
  • einen sicheren Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • ein hohes Maß an Engagement und Selbstständigkeit
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • gute Englischkenntnisse, schriftlich wie mündlich
  • gute EDV-Kenntnisse (v. a. MS-Office)


Das Kolleg in der Kaulbachstraße zwischen Bayerischer Staatsbibliothek (U-Bahn Universität) und Englischem Garten bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland, die im Haus wohnen und arbeiten, die Möglichkeit, hier ganzjährig zu forschen. Außerdem finden regelmäßig wissenschaftliche Veranstaltungen im Hause statt.

Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet. Es besteht die Option auf Entfristung.
Bewerbungsschluss ist der 12. März 2018.

Bewerbungen bitte an:

Geschäftsführer des Historischen Kolleg
Dr. Karl-Ulrich Gelberg
Kaulbachstr. 15
80539 München
karl-ulrich.gelberg@historischeskolleg.de

Junior Fellow Johannes Wienand zum Professor in Braunschweig berufen

Dr. Johannes Wienand tritt am 1. April 2018 die Professur für Alte Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig an. Derzeit schließt er als Junior Fellow in der Münchner Kaulbach-Villa seine Habilitation zum Thema "Die Politisierung des Todes: Gefallenenbestattung und Epitaphios Logos im demokratischen Athen" ab. Das Historische Kolleg gratuliert Johannes Wienand, der aufgrund der Berufung sein Kollegjahr vorzeitig beenden wird, herzlich zur Ernennung an der TU Braunschweig!

Die vorerst letzte Gelegenheit, den frisch berufenen Professor und sein Forschungsthema in München kennenzulernen, besteht am 23. April 2018 um 19:00 Uhr. An diesem Abend wird Wienand im Historischen Kolleg (Kaulbachstraße 15) über "Die Gefallenenbestattung im demokratischen Athen: Der soldatische Tod als historisches Problem" sprechen. Einlass ist ab 18:30 Uhr, der Eintritt ist – wie immer – frei.

Junior Fellow Dr. Johannes Wienand wurde zum Professor in Braunschweig berufen
Junior Fellow Dr. Johannes Wienand wurde zum Professor in Braunschweig berufen

Anette Schlimm präsentiert ihr Forschungsprojekt in einem Aufsatz im Archiv für Sozialgeschichte

Anette Schlimm, derzeit Junior Fellow am Historischen Kolleg, stellt im aktuellen Band des Archivs für Sozialgeschichte (AfS, Jg. 57, 2017, S. 235–257) erste Erkenntnisse aus ihrem Forschungsprojekt "Übergangsgesellschaften. Politik und Regierung im ländlichen Raum, 1850 bis 1950" vor. In dem Aufsatz mit dem Titel "Formwandel der Politik" geht sie der Frage nach Transformationen des Regierens im ländlichen Raum zwischen der Gründung des Kaiserreichs und dem Ende der Weimarer Republik nach. Das Thema ist Teil ihres Habilitationsprojektes an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Rahmen eines Jahresstipendiums ist Anette Schlimm seit Oktober 2017 Fellow am Historischen Kolleg.

Einblicke in ihre Forschungen und die Möglichkeit zur Diskussion ihrer Thesen bietet ihr öffentlicher Vortrag am Montag, 14. Mai, um 19 Uhr in der Kaulbach-Villa. An diesem Abend wird Anette Schlimm zum Thema "Ländliche Kontaktzonen. Akteure und Konflikte des Übergangs im ländlichen Raum (ca. 1850–1950)" referieren. Hierzu ergeht herzliche Einladung.

Anette Schlimm ist derzeit Junior Fellow am Historischen Kolleg. Sie forscht zu Politik und Regierung im ländlichen Raum (1850-1950)
Anette Schlimm ist derzeit Junior Fellow am Historischen Kolleg. Sie forscht zu Politik und Regierung im ländlichen Raum (1850-1950)

Vorträge der Fellows des Historischen Kollegs bei ARD-alpha gesendet

Der Bildungskanal ARD-alpha hat erneut Vorträge aus dem Historischen Kolleg in der Reihe "alpha-Campus Auditorium" gesendet. Unter dem Titel "Seeversicherung im Europa des Spätmittelalters" wurde Professor Dr. Benjamin Schellers Referat über Risikoabwägung und kaufmännische Praxis im 15./16. Jahrhundert ausgestrahlt. Mit dem "überforderten" Frieden von 1919 sowie den mit ihm verbundenen Erwartungen an eine neue Weltordnung beschäftigte sich der gesendete Vortrag von Professor Dr. Jörn Leonhard. Beide Fellows hatten ihre Vorträge im vergangenen Kollegjahr 2016/2017 in öffentlichen Abendveranstaltungen am Historischen Kolleg gehalten.

Des Weiteren strahlte ARD-alpha das Podiumsgespräch zwischen dem Direktor des Deutschen Historischen Instituts Rom Professor Dr. Martin Baumeister und dem Schriftsteller Christoph Poschenrieder aus. In dieser Kooperationsveranstaltung mit der Max Weber Stiftung, die ebenfalls in den Räumen des Historischen Kollegs stattgefunden hatte, ging es um Poschenrieders Roman "Das Sandkorn", der im Rom des 19. Jahrhunderts spielt. Die drei Sendungen können in der Mediathek von ARD-alpha abgerufen werden.

Das Historische Kolleg arbeitet seit mehreren Jahren mit ARD-alpha zusammen. Zudem besteht eine Kooperation mit dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung L.I.S.A. – dort veröffentlicht das Kolleg Videos von interessanten Veranstaltungen.

Aufzeichnung des Vortrags von Professor Dr. Jörn Leonhard durch ARD-alpha im Historischen Kolleg
Aufzeichnung des Vortrags von Professor Dr. Jörn Leonhard durch ARD-alpha im Historischen Kolleg

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