Aktuelles

ARD-alpha sendet Vortrag des Historikerpreisträgers

Der Bildungskanal ARD-alpha hat den Festvortrag, den Professor Dr. Karl Schlögel anlässlich der Verleihung des "Preises des Historischen Kollegs" gehalten hat, ausgestrahlt. Bei dem Festakt in den Räumen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften am 11. November 2016 sprach der Osteuropahistoriker Schlögel über das Thema "Melancholie und Geschichtsschreibung". Teile dieses Vortrags wurden nun in der Reihe "alpha-Campus Auditorium" gezeigt. Die Sendung ist in der Mediathek online abrufbar. Eine umfassende schriftliche Dokumentation aller Reden der Preisverleihung ist durch das Historische Kolleg in Vorbereitung.

Fellows für das Kollegjahr 2017/2018 berufen

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat die Forschungs- und Förderstipendien für das 38. Kollegjahr 2017/2018 (Beginn: 1. Oktober 2017) vergeben.

Als Forschungsstipendiatin und Forschungsstipendiat werden in der Kaulbach-Villa zu folgenden Themen arbeiten:

  • Professor Dr. Monica RÜTHERS (Hamburg) über "'Die Kinder sind unsere Zukunft' – Eine Ikonografie der sowjetischen Kindheit"; Frau Rüthers erhält das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte beim Historischen Kolleg,
  • Professor Dr. Marian FÜSSEL (Göttingen) über "Der siebenjährige Krieg aus der Nähe. Eine Mikrogeschichte des Globalen"; Herr Füssel ist Stipendiat der Fritz Thyssen Stiftung.

Folgende Förderstipendiatin und folgende Förderstipendiaten werden 2017/2018 am Historischen Kolleg den Abschluss ihrer Habilitation zu diesen Themen vorbereiten:

  • Dr. Anette SCHLIMM (LMU München) über "Übergangsgesellschaften. Zur Politik und Politisierung im ländlichen Raum, 1850 bis 1950"; Frau Schlimm ist Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung,
  • Dr. Christian JASER (HU Berlin) über "Vorreiter. Agonale Sportkulturen des 15. Jahrhunderts am Beispiel italienischer und oberdeutscher Palio- und Scharlach-Pferderennen"; Herr Jaser ist Stipendiat des Historischen Seminars der LMU und des Freundeskreises des Historischen Kollegs,
  • Dr. Johannes WIENAND (Düsseldorf) über "Sterben für polis und archē? Epitaphios Logos und politischer Diskurs im klassischen Athen".

Mit den neuen Fellows sind seit der Gründung des Historischen Kollegs im Jahr 1980 insgesamt 147 Fellows in den Genuss eines einjährigen Stipendiums gelangt.

Karl Schlögel mit dem Preis des Historischen Kollegs ausgezeichnet

Der Osteuropahistoriker Karl Schlögel wurde heute mit dem "Preis des Historischen Kollegs" ausgezeichnet. Der zum zwölften Mal verliehene Preis ist mit 30.000 € dotiert und hat sich als Deutscher Historikerpreis etabliert. Schlögel erhielt die Auszeichnung vornehmlich für sein Buch "Terror und Traum. Moskau 1937" (Hanser Verlag: München 2008).

Bereits zum dritten Mal stellte die Alfred und Cläre Pott-Stiftung, deren Vorsitzender Klaus Liesen ist, die Dotierung des Preises zur Verfügung. Die Stiftung ist benannt nach dem Gründungsvorstand der Ruhrgas AG, Alfred Pott und seiner Ehefrau Cläre.

Der Kuratoriumsvorsitzende des Historischen Kollegs, Andreas Wirsching, erklärte in seiner Begrüßung im vollbesetzten Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in der Münchner Residenz, dass der Preisträger sich unter anderem dadurch auszeichne, dass er sich auch in aktuelle politische Fragen etwa in Bezug auf Russland und die Ukraine einmische und pointiert Stellung beziehe. Der Kuratoriumsvorsitzende unterstrich: "Ich halte es für dringend notwendig, dass Wissenschaftler dies tun. Auch aus diesem Grund freue ich mich, dass Ihnen heute der Preis des Historischen Kollegs 2016 verliehen wird".

Der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Ludwig Spaenle unterstrich in seinem Grußwort, dass Geschichtsbewusstsein zu den Grundlagen eines Kulturstaates gehöre. Dazu leiste das Historische Kolleg einen wichtigen Beitrag.

In seiner Laudatio auf den Preisträger stellte Martin Schulze Wessel, Mitglied des Kuratoriums des Historischen Kollegs und Vorsitzender des Collegium Carolinums, einen aktuellen politischen Bezug her: Man könne über Schlögels "Terror und Traum. Moskau 1937" heute nicht sprechen, ohne daran zu erinnern, dass sich das russische Justizministerium gerade anschicke, die Tätigkeit der russischen Menschenrechtsorganisation "Memorial" zu verbieten, die den Opfern der Verbrechen der Stalinzeit eine Stimme gegeben habe. Mit Karl Schlögel, so Schulze Wessel, erhalte ein Geschichtswissenschaftler den Historikerpreis, der in seinem Werk große Fragen der Geschichte Russlands und Osteuropas mit einer eigenen erzählerischen Signatur und einer spezifischen Methodik behandle, bei der die Topografie ein zentrale Rolle spiele. Der Titel eines anderen Werkes von Schlögel, mittlerweile fast sprichwörtlich geworden, fasse diesen Zugang in die prägnante Formel "Im Raume lesen wir die Zeit". Bereits drei Jahrzehnte bevor die Synchronizität zum Charakteristikum der Globalgeschichtsschreibung geworden sei, habe Schlögel so gearbeitet. Dieser Methode, die es erlaubt, zeitgleiche Prozesse und temporale Schichten zu rekonstruieren, folge auch "Terror und Traum. Moskau 1937", das, so der Laudator abschließend, "große Geschichtsschreibung und Literatur" sei.

Seinen Festvortrag widmete Karl Schlögel dem Thema "Melancholie und Geschichtsschreibung". Insbesondere betonte er deren mögliche erkenntnisfördernde Dimension: "Melancholie ist eben nicht Träumerei und Hirngespinst, sondern genaues Hinsehen, Wachheit, geschärfter Sinn für Übergänge, für Mischungsverhältnisse, für das was der Fall ist, diesseits der Utopie". In seiner Rede stellte der Preisträger auch Bezüge zur aktuellen Situation in Russland her.

Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kuratoriums Professor, Dr. Andreas Wirsching

Grußwort des Bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle

Laudatio auf den Preisträger von Prof. Dr. Martin Schulze Wessel

Vortrag der Preisträgers Prof. Dr. Karl Schlögel

Foto des Preisträgers (Foto: © Peter-Andreas Hassiepen)

Aufzeichnung des Vortrags bei ARD-alpha

Bilder von der Preisverleihung

Professor Dr. Karl Schlögel, der Träger des Preises des Historischen Kollegs 2016
© Peter-Andreas Hassiepen
Professor Dr. Karl Schlögel, der Träger des Preises des Historischen Kollegs 2016

Neuerscheinung: Transatlantische Demokratie im 20. Jahrhundert

Transatlantische Demokratie im 20. Jahrhundert – das ist mehr als eine US-amerikanische Mission in Europa nach den beiden Weltkriegen, mehr als Reeducation und Ende des deutschen Sonderwegs. Nach dem Untergang des sowjetischen Imperiums und dem scheinbar endgültigen Sieg des westlichen Modells steht die Demokratie neu auf dem Prüfstand. Sie ist nun konfrontiert mit den Herausforderungen von Postdemokratie und Populismus – damit verändert sich auch der Blick auf ihre transatlantische Geschichte.

Der neue Band aus der Reihe "Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien" beschäftigt sich mit der Geschichte der Demokratie im 20. Jahrhundert. Dabei nimmt er vor allem die Transfer- und Transformationsprozesse zwischen den USA und Europa in den Blick. In zehn Aufsätzen blicken Paul Nolte und neun weitere renommierte Historiker, Kulturwissenschaftler und Amerikanisten auf die transatlantische Demokratiegeschichte.

"Transatlantic Democracy in the Twentieth Century. Transfer and Transformation" ist als Band 96 der Reihe "Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien" im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.

Band 96 geht auf das internationale Kolloquium "Transatlantische Demokratie im 20. Jahrhundert: Transfer und Transformation/Transatlantic Democracy in the 20th Century: Transfer and Transformation" zurück, das Professor Dr. Paul Nolte am Historischen Kolleg durchgeführt hat. Paul Nolte war im Kollegjahr 2012/2013 Senior Fellow des Historischen Kollegs München. Er ist Professor für Neuere Geschichte/Zeitgeschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Das Stipendium und das Kolloquium wurden von der Fritz Thyssen Stiftung finanziert.

Paul Nolte (Hg.): Transatlantic Democracy in the Twentieth Century. Transfer and Transformation. Berlin/Boston 2016, XI, 191 S. ISBN 978-3-11-048970-5, 59,95 €

Band 96 der Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien: Paul Nolte (Hg.), Transatlantic Democracy in the Twentieth Century. Transfer and Transformation
Band 96 der Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien: Paul Nolte (Hg.), Transatlantic Democracy in the Twentieth Century. Transfer and Transformation

Kollegjahr 2016/2017 eröffnet: Historisches Kolleg begrüßt neue Fellows

Zum 37. Kollegjahr (2016/2017) kann das Historische Kolleg erstmals drei Forschungs- und drei Förderstipendiaten in der Kaulbach-Villa begrüßen. In den kommenden zwölf Monaten werden sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Ruhe ihren Forschungsprojekten widmen können:

  • Professor Dr. Hubertus Jahn untersucht "Scenarios of Empire and Local Identity: Public Culture in the Nineteenth Century South Caucasus". Er ist Reader in the History of Russia and the Caucasus an der Univerity of Cambridge. Sein Forschungsstipendium wird finanziert durch den Freistaat Bayern.

  • Dr. David Kuchenbuch forscht über das Thema "Eine Welt/One World: Arno Peters, R. Buckminster Fuller und die Mediengeschichte des Globalismus, 1940er bis 1990er Jahre". Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gießen. Sein Förderstipendium finanziert die Gerda Henkel Stiftung.

  • Professor Dr. Jörn Leonhard widmet sich in seinem Forschungsvorhaben dem Thema "Der überforderte Frieden. Eine Weltgeschichte 1918–1923". Er ist Professor für Westeuropäische Geschichte an der Universität Freiburg im Breisgau. Jörn Leonhard hat das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) beim Historischen Kolleg inne.

  • Dr. Stefanie Middendorf beschäftigt sich in ihrem Förderstipendium mit "Finanzpolitik und Staatlichkeit. Das Reichsministerium der Finanzen (1919–1945)". Sie kommt von der Universität Halle-Wittenberg.

  • Professor Dr. Benjamin Scheller erforscht "Die Geburt des Risikos: Kontingenz, Kalkül und kaufmännische Praxis im Mittelmeerraum des Hoch- und Spätmittelalters". Er ist Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Duisburg-Essen. Sein Forschungsstipendium finanziert die Fritz Thyssen Stiftung.

  • Das Projekt von Dr. Korinna Schönhärl trägt den Titel "Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert". Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen. Ihr Förderstipendium wird vom Historischen Seminar der LMU und dem Freundeskreis des Historischen Kollegs finanziert.

Alle Fellows werden ihre Forschungsvorhaben dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit in einem Vortrag am Historischen Kolleg (Kaulbachstraße 15, 80539 München) vorstellen. Die Forschungsstipendiaten führen zudem eine wissenschaftliche Fachtagung durch. Veranstaltungstermine und weitere Informationen zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten finden Sie auf der Homepage des Historischen Kollegs (www.historischeskolleg.de).

Begrüßungsabend im Historischen Kolleg: Die Fellows David Kuchenbuch, Jörn Leonhard, Stefanie Middendorf, Korinna Schönhärl, Hubertus Jahn, Benjamin Scheller mit dem stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden Helmut Neuhaus (v.l.n.r.)
Begrüßungsabend im Historischen Kolleg: Die Fellows David Kuchenbuch, Jörn Leonhard, Stefanie Middendorf, Korinna Schönhärl, Hubertus Jahn, Benjamin Scheller mit dem stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden Helmut Neuhaus (v.l.n.r.)

Simone Derix erhält Carl-Erdmann-Preis

Simone Derix ist vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands mit dem Carl-Erdmann-Preis ausgezeichnet worden. Die Neuzeithistorikerin, die 2013/2014 Förderstipendiatin am Historischen Kolleg war, wurde für ihre Habilitation "Die Thyssens. Familie und Vermögen" geehrt.

Simone Derix nehme in ihrer Studie das ganze Spektrum der Beteiligten im Zusammenspiel von Familie und Vermögen der Familie Thyssen in den Blick – von den Familienangehörigen über die Hausangestellten bis hin zu den Rechts- und Finanzberatern, so die Juroren. "Vermögen" stelle den zentralen Schlüssel für das Leben der Thyssens seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts dar: Es habe extravagante Lebensweisen ermöglicht, sei aber auch Ausgangspunkt heftiger Konflikte innerhalb der Familie gewesen. Derix gelinge es, aufzuzeigen, welche Strategien die Familie entwickelt habe, um ihr Vermögen international möglichst unsichtbar zu streuen. Damit hätten die Thyssens Praktiken vorweggenommen, die dem globalen Finanzkapitalismus der Gegenwart ähnelten, so das Urteil der Auswahlkommission.

Simone Derix wurde mit der unter anderem am Historischen Kolleg entstandenen Arbeit im Jahr 2014 an der Ludwig-Maximilians-Universität München habilitiert. Sie vertritt derzeit die Professur für Neueste Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt. Der mit 6.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Habilitationen vergeben. 2014 erhielt bereits Elke Seefried, ebenfalls eine Förderstipendiatin des Historischen Kollegs, den renommierten Preis.

Simone Derix wird ihre preisgekrönte Studie am 5. Dezember um 19 Uhr im Historischen Kolleg präsentieren. Auf der in der Kaulbach-Villa stattfindenden Lesung in Kooperation mit der Fritz Thyssen Stiftung, der Gerda Henkel Stiftung und dem Historischen Seminar der LMU diskutiert die Autorin mit Joachim Käppner (Süddeutsche Zeitung).

Simone Derix erhält den Carl-Erdmann-Preis 2016
Simone Derix erhält den Carl-Erdmann-Preis 2016

Historisches Kolleg präsentiert sich mit dem Kompetenzverbund auf dem 51. Deutschen Historikertag

Erstmals war das Historische Kolleg zusammen mit den anderen Einrichtungen des Kompetenzverbunds Historische Wissenschaften München auf dem diesjährigen Historikertag vertreten. An einem Stand präsentierten sich die zehn Kooperationspartner der in Hamburg versammelten Fachöffentlichkeit. Der Historikertag, der mit über 3.500 Teilnehmern als größter geisteswissenschaftlicher Kongress Europas gilt, bot Gelegenheit, den Bekanntheitsgrad des Kompetenzverbunds und seiner Einrichtungen zu steigern. So führten die Mitarbeiter am Stand zahlreiche Gespräche, standen für Fragen zur Verfügung und verteilten Informationsmaterialien.

Zum Thema des Historikertages erschien eine Ausgabe der Zeitschrift Akademie aktuell der BAdW. In dem Heft, das den Tagungstaschen beilag, stellen sich die Einrichtungen des Kompetenzverbundes jeweils mit einschlägigen Forschungsbeiträgen vor. Für das Historische Kolleg gab Forschungsstipendiat Hans-Ulrich Wiemer darin Einblick in seine Untersuchungen zur Bikonfessionalität im spätantiken gotischen Königreich in Italien. Der Kompetenzverbund nutzte auf dem Historikertag die Chance, die vielfältigen, hochkarätigen historischen Forschungsprojekte und außeruniversitären Einrichtungen in München vorzustellen.

Das Historisches Kolleg präsentierte sich mit dem Kompetenzverbund auf dem 51. Deutschen Historikertag in Hamburg
Das Historisches Kolleg präsentierte sich mit dem Kompetenzverbund auf dem 51. Deutschen Historikertag in Hamburg

Tag des offenen Denkmals 2016: Überwältigender Andrang

Fast 2000 Gäste nutzten am Sonntag, den 11. September 2016, die Gelegenheit, den Garten des Historischen Kollegs zu besichtigen. In 11 Führungen informierten sich zudem etwa 750 Besucher über die Geschichte des Hauses und seine derzeitige Nutzung. Bei herrlichem Sonnenschein war der Tag des offenen Denkmals ein voller Erfolg.

Großer Andrang beim Tag des offenen Denkmals im Historischen Kolleg
Tag des offenen Denkmals

Homepage des "Kompetenzverbunds Historische Wissenschaften München" online

Seit dem 19. Jahrhundert ist München ein Zentrum der historischen Grundlagenforschung. Der 2014 gegründete "Kompetenzverbund Historische Wissenschaften München" knüpft in einem neuen, digitalen Zeitalter an diese Tradition an.

Zum einen führt der Kompetenzverbund selbst große, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen durch und erweitert dadurch aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten um eine historische Dimension. Zum anderen findet unter seinem Dach eine noch stärkere Vernetzung der wissenschaftlichen Tätigkeit der ihm angehörenden Einrichtungen statt. Einen besonderen Schwerpunkt stellen dabei die digitalen Aktivitäten dar – etwa bei der Arbeit mit Normdaten oder im editorischen Bereich.

Mit einer eigenen Homepage macht der "Kompetenzverbund Historische Wissenschaften München" jetzt auf Projekte, digitale Angebote und insbesondere die zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen der beteiligten Einrichtungen aufmerksam. Dieser erste Überblick über die Institutionen und deren Aktivitäten findet sich unter: http://www.khw-muenchen.de

Der Kompetenzverbund fördert die Zusammenarbeit der historischen Forschungseinrichtungen und stärkt so den Wissenschaftsstandort München. Kooperationspartner sind die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Bayerische Staatsbibliothek, das Collegium Carolinum, die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, das Historische Kolleg, die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Monumenta Germaniae Historica sowie als assoziierte Partner das Institut für Zeitgeschichte und die Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU München.

Forschungspreis 2017 ausgeschrieben

Die Max Weber Stiftung (MWS) – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und das Historische Kolleg schreiben für das Jahr 2017 bereits zum dritten Mal ihren Internationalen Forschungspreis aus. Der Preis würdigt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Gastländern bzw. Gastregionen der Institute der Max Weber Stiftung, die wesentliche Beiträge zu einer international ausgerichteten geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung geleistet haben. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert.

Mit dem Preis verbunden ist die freibleibende Einladung zu einem Forschungsaufenthalt in München und zur Durchführung eines internationalen Kolloquiums am Historischen Kolleg in München.

Nominierungsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Forschungseinrichtungen in Deutschland. Nominiert werden können Akademikerinnen und Akademiker mit internationaler Reputation und einschlägiger Forschungstätigkeit, deren wissenschaftliche Verortung sowie deren Lebensmittelpunkt in einem Gastland bzw. einer Gastregion der MWS-Institute liegen. Die Bewerbungsfrist für eine Nominierung endet am 15. November 2016.

Bisherige Preisträger waren die US-amerikanische Historikerin Isabel V. Hull und der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman.

Die Preisträgerin/der Preisträger wird von einer paritätisch besetzten Jury der Max Weber Stiftung und des Historischen Kollegs ausgewählt.

Informationen finden Sie auf der Homepage der Max Weber Stiftung.

Folgen Sie dem Historischen Kolleg auch bei facebook.